{"id":33,"date":"2014-12-18T14:58:05","date_gmt":"2014-12-18T14:58:05","guid":{"rendered":"http:\/\/martin-buber-schule-giessen.de\/?page_id=33"},"modified":"2015-03-21T17:48:29","modified_gmt":"2015-03-21T17:48:29","slug":"schulprogramm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mbs-giessen.de\/?page_id=33","title":{"rendered":"Schulprogramm"},"content":{"rendered":"<p style=\"padding-left: 150px; text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/mbs-giessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Schulprogramm-der-Martin.pdf\" target=\"_blank\">Hier zum Download der pdf-Datei<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Schulprogramm der Martin-Buber-Schule Gie\u00dfen<\/strong><br \/>\n<strong> in der Fassung vom 2.4.2014 (Verabschiedung in der Gesamtkonferenz) bzw.<\/strong><br \/>\n<strong> 14.5. (Verabschiedung in der Schulkonferenz)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inhalt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">0.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vorwort und Leitgedanken<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<br \/>\n1.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unsere Zielgruppe<br \/>\n1.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aufnahme und Diagnostik<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Entwicklung des Schulprogramms<br \/>\n2.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bisherige Entwicklung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schulstandort, Einzugsgebiet und Ausstattung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Personalstruktur der MBS<br \/>\n4.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schulleitungsteam<br \/>\n4.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verwaltung und weitere Mitarbeiter des Schultr\u00e4gers<br \/>\n4.3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Klassenteams<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der P\u00e4dagogischer Auftrag und seine Umsetzung<br \/>\n5.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rechtlicher Rahmen<br \/>\n5.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lebenspraktisches Lernen als Kern des Unterrichts<br \/>\n5.3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lebenspraktische F\u00f6rderung und Kulturtechniken<br \/>\n5.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der individuelle F\u00f6rderplan als Richtschnur<br \/>\n5.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zum Umgang mit Leistungshomogenit\u00e4t und Leistungsheterogenit\u00e4t<br \/>\n5.6.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lebenspraktisches Lernen konkret<br \/>\n5.7. \u00a0 \u00a0 \u00a0 Inklusion<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Elternarbeit<br \/>\n6.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eltern als Teil der Schulgemeinde<br \/>\n6.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 Entlastung der Eltern durch therapeutische Angebote im Haus<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sch\u00fclerselbstverwaltung<br \/>\n7.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unsere SV<br \/>\n7.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Streitschlichter<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Profile der Stufen<br \/>\n8.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unterrichtsorganisation an der MBS<br \/>\n8.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Grundstufe<br \/>\n8.2.1.\u00a0\u00a0\u00a0 Profil<br \/>\n8.2.2.\u00a0\u00a0\u00a0 Besondere Angebote der Grundstufe<br \/>\n8.3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mittelstufe<br \/>\n8.3.1.\u00a0\u00a0\u00a0 Profil<br \/>\n8.3.2.\u00a0\u00a0\u00a0 Besondere Angebote der Mittelstufe<br \/>\n8.4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Haupt- und Berufsorientierungsstufe<br \/>\n8.4.1.\u00a0\u00a0\u00a0 Profil<br \/>\n8.4.2.\u00a0\u00a0\u00a0 Besondere Angebote der Haupt- und Berufsorientierungsstufe<br \/>\n8.4.2.1. Fachunterricht Arbeitslehre<br \/>\n8.4.2.2. Wahlpflichtunterricht in Kursen (WPU-Kurse)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 P\u00e4dagogische Arbeitsschwerpunkte<br \/>\n9.1. \u00a0 \u00a0\u00a0 Spezifische F\u00f6rderung von Sch\u00fclern mit dem F\u00f6rderbedarf k\u00f6rperliche und\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 motorische Entwicklung<br \/>\n9.1.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aktuelle Angebote<br \/>\n9.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unterst\u00fctzte Kommunikation<br \/>\n9.2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unterst\u00fctze Kommunikation und ihre Bedeutung f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der MBS<br \/>\n9.2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 UK an der MBS: Organisationsstrukturen<br \/>\n9.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00f6rderung autistischer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<br \/>\n9.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00f6rderung sehbehinderter und blinder Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<br \/>\n9.5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bewegungs- und Mobilit\u00e4tserziehung<br \/>\n9.5.1.\u00a0\u00a0\u00a0 Profil<br \/>\n9.5.2.\u00a0\u00a0\u00a0 Spezielle Angebote<br \/>\n9.6.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kulturelle Erziehung<br \/>\n9.6.1.\u00a0\u00a0\u00a0 Profil<br \/>\n9.6.2. \u00a0\u00a0 Formen kultureller Erziehung an der MBS<br \/>\n9.6.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Perspektiven zur Weiterentwicklung des kulturellen Angebotes an der MBS<br \/>\n9.7.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Religi\u00f6se Erziehung<br \/>\n9.7.1.\u00a0\u00a0\u00a0 Profil<br \/>\n9.7.2.\u00a0\u00a0\u00a0 Besondere Angebote<br \/>\n9.8.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Medienerziehung<br \/>\n9.8.1.\u00a0\u00a0\u00a0 Profil<br \/>\n9.9.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tiergest\u00fctzte P\u00e4dagogik<br \/>\n9.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Profil<br \/>\n9.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unser Therapiehund Paula<br \/>\n9.3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Reitprojekte<br \/>\n9.4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pflege und Versorgung von Schultieren<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unser F\u00f6rderverein<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">11.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Martin-Buber-Schule als Ausbildungsschule<br \/>\n11.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aktueller Stand<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">12.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kooperationspartner<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">13.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Literatur<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">14. \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Perspektiven der Weiterentwicklung<br \/>\n14.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Profil<br \/>\n14.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Perspektiven im Schuljahr 2013\/14<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>0. Vorwort und Leitgedanken<\/strong><\/p>\n<p>Alles wirkliche Leben ist Begegnung (Martin Buber)<br \/>\nDieser Satz unseres Namensgebers fasst unser Leitbild pr\u00e4gnant zusammen: Menschen mit Behinderung auf Augenh\u00f6he zu begegnen, sie auf das wirkliche Leben vorzubereiten und ihnen die Teilhabe daran zu erm\u00f6glichen, sehen wir als unsere zentrale Aufgabe an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1. Unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1. Unsere Zielgruppe<\/strong><br \/>\nVon der \u201eSonderschule\u201c zur \u201eF\u00f6rderschule\u201c, von \u201ePraktisch Bildbaren\u201c zu \u201eKindern mit dem F\u00f6rderschwerpunkt Geistige Entwicklung\u201c: die Bezeichnungen f\u00fcr unsere Schule und die Beschreibung unserer Sch\u00fclerschaft hat vielf\u00e4ltige begriffliche Wandlungen hinter sich. Zielgruppe unserer Schule waren und sind Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung. Aus medizinischer Sicht wird eine geistige Behinderung attestiert, wenn das intellektuelle Verm\u00f6gen erheblich beeintr\u00e4chtigt ist und infolge dessen langandauernde und gravierende Lern- und Entwicklungsprobleme auftreten. K\u00f6rper-, Sprach-, Seh- oder H\u00f6rbehinderungen k\u00f6nnen im Einzelfall dazu kommen.<br \/>\nAuf den zweiten Blick betrachtet ist \u201eGeistige Behinderung\u201c allerdings ein sehr ungenauer \u00dcberbegriff. Dementsprechend geh\u00f6ren zu unseren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern auch Kinder, die Kompetenzen zum Erwerb der Kulturtechniken mitbringen oder schon lesen, schreiben und rechnen k\u00f6nnen, aber aufgrund anderer geistiger oder seelischer Probleme besondere, auf den Einzelfall zugeschnittene, p\u00e4dagogische Zuwendung ben\u00f6tigen, um weiter Fortschritte zu machen. Dies betrifft zum Beispiel Kinder und Jugendliche, die an einer St\u00f6rung aus dem autistischen Spektrum leiden. Andere sind lebenspraktisch sehr selbstst\u00e4ndig und beeindrucken uns t\u00e4glich durch ihre gro\u00dfen sozialen Kompetenzen, aber ihre Fortschritte im Lesen, Schreiben und Rechnen bleiben trotz intensivster F\u00f6rderung gering. Wieder andere Mitglieder unserer Schulgemeinde ben\u00f6tigen in all ihren Lebensbez\u00fcgen Hilfe.<br \/>\nInsgesamt betrachtet umfasst unsere Sch\u00fclerschaft daher ein gro\u00dfes Spektrum und reicht von Kindern, die sehr wenig selbst bewirken k\u00f6nnen und intensivst gepflegt und betreut werden m\u00fcssen bis hin zu jenen, die nach der Schulentlassung relativ selbstst\u00e4ndig leben und auf dem freien Arbeitsmarkt arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2. Aufnahme und Diagnostik<\/strong><br \/>\nEltern k\u00f6nnen ihr Kind direkt an der Martin-Buber-Schule (MBS) anmelden, wenn sie in deren Einzugsgebiet wohnen. Die Aufnahme von Kindern von au\u00dferhalb ist m\u00f6glich.<br \/>\nF\u00fcr Eltern, Regelschulen, andere F\u00f6rderschulen sowie Sonderp\u00e4dagogische Beratungs- und F\u00f6rderzentren unserer Umgebung sind wir als Lehrerinnen und Lehrer der MBS jederzeit als Berater und diagnostische Experten ansprechbar.<br \/>\nKinder, bei denen erst nach der Einschulung schwere Lernhemmnisse sichtbar werden, k\u00f6nnen unsere Schule auch zur Probe und diagnostischen Abkl\u00e4rung besuchen. Die Entwicklung von Kindern ist selten genau prognostizierbar. Sofern f\u00fcr unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der \u00dcbergang in eine allgemeine Schule bzw. andere F\u00f6rderschule angeraten ist, begleiten wir diesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2. Entwicklung des Schulprogramms<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1. Bisherige Entwicklung<\/strong><br \/>\nDas erste Schulprogramm der Martin-Buber-Schule entstand 2001 auf zwei p\u00e4dagogischen Tagen und in Gesamtkonferenzen, an denen das gesamte Kollegium an dem Thema arbeitete. Sch\u00fclerinnen, Sch\u00fcler und Eltern wurden mittels eines Fragebogens einbezogen.<br \/>\n2009 wurde zun\u00e4chst auf der Ebene der Schulleitung mit einer \u00dcberarbeitung des Schulprogrammes begonnen. Im Jahre 2010 fand ein von einer Kollegiumsgruppe vorbereiteter p\u00e4dagogischer Tag statt, an dem sich das gesamte Kollegium mit der \u201eLebenspraktischen Bildung\u201c als einem zentralen Bestandteil unserer Arbeit auseinandersetzte. Die Ergebnisse wurden von der Steuerungsgruppe \u201eSchulprogramm\u201c formuliert, mit Kollegium und Eltern besprochen, ver\u00e4ndert und schlie\u00dflich verabschiedet. Das aktuelle Programm versteht sich ausdr\u00fccklich als dynamisches Konzept und soll kontinuierlich aktualisiert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3. Schulstandort, Einzugsgebiet und Ausstattung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die MBS liegt in einem Wohngebiet der Universit\u00e4tsstadt Gie\u00dfen. Fu\u00dfl\u00e4ufig zu erreichen sind mehrere Einkaufsgelegenheiten, die Anbindung an die Innenstadt ist durch den Stadtbus gew\u00e4hrleistet.<br \/>\nDas Schulgeb\u00e4ude der Martin-Buber-Schule verf\u00fcgt im Altbau \u00fcber 18 Klassenr\u00e4ume \u00e0 56 qm. Diese sind durch eine K\u00fcchenzeile in einen Arbeits- und Essbereich aufgeteilt. Je zwei Klassenr\u00e4umen ist ein WC und ein Wasch-\/ Duschtrakt von 21qm zugeordnet. Im Neubau stehen zwei weitere, ungef\u00e4hr gleich gro\u00dfe, Klassenr\u00e4ume, die in K\u00fcche und Arbeitsbereich zweigeteilt sind, zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nWeitere R\u00e4ume sind eine Mehrzweckaula (224 qm), Werkr\u00e4ume zum Holzwerken, ein Hauswirtschaftsraum f\u00fcr unsere W\u00e4schepflege, eine Lehrk\u00fcche, ein Fachraum f\u00fcr textiles Werken, eine Fahrradwerkstatt, ein Computerraum, ein SV-Raum, eine Sch\u00fclerb\u00fccherei und ein Keramik-Raum. Au\u00dferdem verf\u00fcgt die MBS \u00fcber eine 180 qm gro\u00dfe Turnhalle, einen Motop\u00e4dagogikraum, einen Musikraum, ein Bewegungsbecken von 7 X 7 m mit Hubboden, zwei Snoezler\u00e4ume, einen Dunkelraum zur Sehrestf\u00f6rderung sowie mehrere Therapie- und Differenzierungsr\u00e4ume, die teilweise \u00fcber spezifische Einrichtungen zur F\u00f6rderung von Kindern und Jugendlichen mit einer umfassenden Behinderung verf\u00fcgen (z.B. B\u00e4llebad, kleine Matschecke).<br \/>\nIn der schuleigenen Versorgungsk\u00fcche wird an allen Schultagen das Mittagessen f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler von fest angestellten Mitarbeiterinnen zubereitet. Dem Schulleitungsteam stehen vier Verwaltungsr\u00e4ume, dem Kollegium ein Lehrerzimmer sowie ein Lehrerarbeits- und Personalratsraum zur Verf\u00fcgung. Verschiedene Lagerr\u00e4ume dienen der Unterbringung von Material.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>4. Die Personalstruktur der MBS<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.1. Schulleitungsteam<\/strong><br \/>\nDas Schulleitungsteam setzt sich aus der Schulleiterin, der Konrektorin und den drei Stufenleitern bzw. -leiterinnen f\u00fcr die Grund-, Mittel- sowie Haupt- und Berufsorientierungsstufe zusammen. Unterst\u00fctzt werden diese durch eine Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen, die sich f\u00fcr spezielle Aufgaben verantwortlich zeichnen. Grunds\u00e4tzlich mit Stundenanteilen aus dem Schulleitungsdeputat versorgt werden der\/die gew\u00e4hlte Stellvertreter\/in der Schulleitung sowie der\/die Verantwortliche f\u00fcr die FSJ-Kr\u00e4fte und Praktikanten.<br \/>\nDer Gesch\u00e4ftsverteilungsplan und die Verteilung der \u00c4mter werden in der Gesamtkonferenz geregelt und im Haus ausgeh\u00e4ngt, so dass jederzeit der richtige Ansprechpartner f\u00fcr m\u00f6gliche Anliegen ersichtlich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.2. Verwaltung und weitere Mitarbeiter des Schultr\u00e4gers<\/strong><br \/>\n(Wenigstens) w\u00e4hrend der Unterrichtszeit arbeiten in der MBS auch Sekret\u00e4rinnen, der Hausmeister, die K\u00f6chin und das K\u00fcchenpersonal. Es geh\u00f6rt zu unserem p\u00e4dagogischen Konzept, dass auch diese Mitarbeiter in das Schulleben eingebunden werden. Im Ergebnis sind sie deshalb f\u00fcr unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler vertraute und wichtige Mitglieder der Schulgemeinde.<br \/>\nAm Ende des Schultages sorgen unsere Reinigungskr\u00e4fte f\u00fcr Sauberkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.3. Klassenteams<\/strong><br \/>\nDie Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der MBS werden grunds\u00e4tzlich von Teams unterrichtet. Diese setzen sich aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen.<br \/>\nFest angestellt sind in der Regel die F\u00f6rderschullehrkr\u00e4fte und die sozialp\u00e4dagogischen Mitarbeiter, die ausgebildete Erzieher und Erzieherinnen, Heilp\u00e4dagoginnen bzw. \u2013p\u00e4dagogen oder Ergotherapeutinnen sind. J\u00e4hrlich wechseln die FSJ-Kr\u00e4fte, deren Zuweisung der oder die schulische Verantwortliche mit der Ansprechpartnerin bei Volunta regelt.<br \/>\nTeil unseres Teams sind auch Integrationshelferinnen und Integrationshelfer, die sich um Kinder mit besonderen Bed\u00fcrfnissen k\u00fcmmern und beim Verein zur Integration von Menschen mit Behinderung angestellt, h\u00e4ufig aber bereits langj\u00e4hrig bei uns eingesetzt sind. Selten werden Kinder auch von Krankenschwestern begleitet, die bei einem Pflegedienst angestellt sind. Teil unserer Teams werden auch die Praktikanten und Praktikantinnen, deren Zeit an der MBS ein Teil ihrer praktischen Ausbildung ist (vgl. dazu Punkt 11).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>5. Der P\u00e4dagogischer Auftrag und seine Umsetzung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5.1. Rechtlicher Rahmen<\/strong><br \/>\nDie Martin-Buber-Schule ist eine gebundene Ganztagsschule. Als F\u00f6rderschule mit dem F\u00f6rderschwerpunkts geistige Entwicklung orientieren wir uns an den Beschl\u00fcssen der Kultusministerkonferenz vom 26.6.1998 und seit dem 24.1.2013 an den Richtlinien f\u00fcr den Unterricht und Erziehung im F\u00f6rderschwerpunkt geistige Entwicklung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5.2. Lebenspraktisches Lernen als Kern des Unterrichts<\/strong><br \/>\nIn \u00dcbereinstimmung mit den oben zitierten rechtlichen Rahmenbedingungen sieht das Kollegium der MBS die F\u00f6rderung der Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung sowie der kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabe als zentralen Aspekt unserer Arbeit. Unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler darin zu unterst\u00fctzen, bedeutet f\u00fcr uns eine besonders starke Konturierung lebenspraktischen Lernens, die daher in vielerlei Hinsicht der Kern unseres Unterrichts ist.<br \/>\nDabei verwenden wir lebenspraktische F\u00f6rderung in einem weiten Begriff. All jene Kompetenzen, die dem Individuum in seiner bzw. ihrer individuellen Lebenssituation aktuell und perspektivisch dabei helfen, ein selbstst\u00e4ndiges Leben in der Gesellschaft zu f\u00fchren, geh\u00f6ren zur lebenspraktischen F\u00f6rderung. Die individuelle Perspektive ist dabei, wie auch die Richtlinien betonen, entscheidend.<br \/>\nDie F\u00f6rderangebote m\u00fcssen ihren Ausgang stets vom einzelnen Sch\u00fcler mit seiner speziellen Behinderung und Lebenssituation nehmen.<br \/>\nAufgrund der Heterogenit\u00e4t unserer Sch\u00fclerschaft und der Ausrichtung auf den individuellen F\u00f6rderbedarf jedes Einzelnen lassen sich die f\u00fcr uns entscheidenden Kompetenzen nur allgemein formulieren. In Anlehnung an die Fachliteratur unterscheiden wir sechs grundlegende Kompetenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Selbstversorgung meint, das Erlernen all jener Kompetenzen, die n\u00f6tig sind um elementare Bed\u00fcrfnisse selbst befriedigen zu k\u00f6nnen;<br \/>\n2. Selbstbestimmung meint die F\u00e4higkeit, eigene Interessen wahrnehmen, \u00e4u\u00dfern, vertreten und sich entsprechend entscheiden zu k\u00f6nnen;<br \/>\n3. Selbstst\u00e4ndigkeit meint die Unabh\u00e4ngigkeit von der Hilfe Dritter;<br \/>\n4. Orientierung meint die M\u00f6glichkeit, die Umwelt r\u00e4umlich, situativ, zeitlich und \u00f6rtlich zu durchschauen;<br \/>\n5. Kommunikation meint die M\u00f6glichkeit, sich k\u00f6rperlich, verbal, gestisch, schriftlich oder alternativ mit Hilfsmitteln aus dem Bereich der Unterst\u00fctzten Kommunikation ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen;<br \/>\n6. Interaktion meint die M\u00f6glichkeit, Kontakte zu kn\u00fcpfen und sie aufrecht erhalten zu k\u00f6nnen, auch indem man die weithin g\u00fcltigen Regeln eines vertr\u00e4glichen Miteinander beherrscht;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5.3. Lebenspraktische F\u00f6rderung und Kulturtechniken<\/strong><br \/>\nUnter Kulturtechniken verstehen wir die F\u00e4higkeiten zu lesen, zu schreiben und zu rechnen, in Einklang mit den Richtlinien die Kompetenzbereiche Deutsch und Mathematik.<br \/>\nDie Lebenspraktische F\u00f6rderung wird oft als Gegenpol zu den Kulturtechniken im engeren Sinne missverstanden. Tats\u00e4chlich gibt es in unserer Gesellschaft wenig, was so entscheidend ist wie die Beherrschung der Kulturtechniken.<br \/>\nDeshalb spielt die diesbez\u00fcgliche F\u00f6rderung auch an unserer Schule eine ganz entscheidende Rolle. Allerdings passen wir die Art und Weise der F\u00f6rderung an die Bed\u00fcrfnisse unserer Sch\u00fclerschaft an, so dass sich die Lese-, Schreib- und Rechenf\u00f6rderung in unserer Schule anders darstellt als in der Regelschule.<br \/>\nWir unterscheiden drei einander erg\u00e4nzende Formen der F\u00f6rderung in den Kulturtechniken:<br \/>\n1. F\u00f6rderung unter dem Gesichtspunkt des erweiterten Lesebegriffs<br \/>\nIn der Geistigbehindertenp\u00e4dagogik weist der sogenannte erweiterte Lesebegriff darauf hin, dass sich die Welt auch durch das \u201eLesen\u201c von Situationen, Bildern, Piktogrammen oder Symbolen erschlie\u00dfen l\u00e4sst. Daher richten wir unsere Aufmerksamkeit darauf, dass Kinder vom ersten Schuljahr an darin gef\u00f6rdert werden, solche Abbildungen zu entschl\u00fcsseln.<br \/>\n2. Integrierte Lese- und Rechenf\u00f6rderung<br \/>\nSowohl die t\u00e4glichen Rituale des Unterrichtsalltags als auch die lebenspraktisch orientierten Projekte, die an unserer Schule stattfinden, zielen immer auch auf die F\u00f6rderung in den Kulturtechniken. Das bedeutet, dass das Lesen, Schreiben und Rechnen in die allt\u00e4glichen Abl\u00e4ufe eingebunden sind. Zum Beispiel schreiben und lesen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nach ihren M\u00f6glichkeiten t\u00e4glich die Essenlisten, sie errechnen die Essenszahlen, beim Kochen schreiben und lesen sie Rezepte und Einkaufszettel oder sie errechnen Zutaten und Kosten und lesen Fahrpl\u00e4ne u.v.m.<br \/>\n3. Lehrgangsorientierter Unterricht<br \/>\nDie Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der MBS erhalten sowohl innerhalb ihrer Klassen als auch klassen\u00fcbergreifend lehrgangsorientierten Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen. Klassen\u00fcbergreifende Lese\/Schreib- und Mathematikkurse werden von den verschiedenen Schulstufen organisiert. Die Kolleginnen und Kollegen entscheiden in den jeweiligen Stufenkonferenzen, auf welchem Niveau jede einzelne Sch\u00fclerin bzw. jeder Sch\u00fcler gef\u00f6rdert werden soll und weisen sie dementsprechend den auf unterschiedlichen Niveaustufen arbeitenden F\u00f6rdergruppen zu.<br \/>\nEs ist ein wichtiges Anliegen der MBS, im Bereich der Lese-, Schreib- und Rechenf\u00f6rderung stets auf dem aktuellen Stand der schulp\u00e4dagogischen und erziehungswissenschaftlichen Diskussion zu sein. Deshalb fungiert stets eine Lehrkraft der Schule als Ansprechpartnerin f\u00fcr die Lese-, Schreib- und Rechenf\u00f6rderung, die sich entsprechend fortbildet und den Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zur Seite steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5.4 Der individuelle F\u00f6rderplan als Richtschnur<\/strong><br \/>\nF\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Schule wird j\u00e4hrlich ein F\u00f6rderplan erstellt, der mit den Eltern besprochen und Teil der Sch\u00fclerakte wird. Dazu verwendet die Schule ein einheitliches Schema, das auf einer Fortbildung gemeinsam erarbeitet wurde. Der F\u00f6rderplan ist die Richtschnur, an der sich die individuellen Unterrichtsangebote orientieren und vor der diese auch gerechtfertigt werden m\u00fcssen.<br \/>\nDie Schule strebt eine Vernetzung aller Hilfen und Therapien, die ein Sch\u00fcler erh\u00e4lt, an. Deshalb beziehen wir \u2013 je nachdem, wer au\u00dferdem an der F\u00f6rderung des Kindes beteiligt ist &#8211; in den F\u00f6rderplan auch die Zusammenarbeit mit Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten, dem Jugendamt, Beratungsstellen usw. mit ein. Auch die Aufgaben eines etwaigen Integrationshelfers werden erfasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5.5 Zum Umgang mit Leistungshomogenit\u00e4t und Leistungsheterogenit\u00e4t<\/strong><br \/>\nKennzeichnend f\u00fcr unsere Sch\u00fclerschaft ist eine immense Leistungsheterogenit\u00e4t. Dies begr\u00fc\u00dfen wir an der MBS ausdr\u00fccklich. In Einklang mit dem Gedanken unseres Namensgebers Martin Buber, wonach der Mensch \u201eam Du zum ich wird\u201c, bekennen wir uns zu der \u00dcberzeugung, dass jedes Kind am anderen lernt: nicht nur das vermeintlich schw\u00e4chere am vermeintlich st\u00e4rkeren. Vor diesem Hintergrund bilden wir keine leistungshomogenen Klassen. Wir m\u00f6chten unsere Klassen zu Gemeinschaften formen, deren Mitglieder unabh\u00e4ngig von ihren pers\u00f6nlichen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen Raum zur Entfaltung finden, am anderen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen sehen und sie respektieren. Dies gelingt, indem wir die F\u00f6rderung eines guten sozialen Miteinanders als wesentliche unterrichtliche Aufgabe annehmen. Genauso wichtig ist aber eine konsequente Differenzierung, die es jedem Kind erm\u00f6glicht, seine individuelle Lernentwicklung kontinuierlich voranzutreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5.6. Lebenspraktisches Lernen konkret<\/strong><br \/>\nWie sieht nun eine schulische F\u00f6rderung konkret aus, die in leistungsheterogenen Gruppen stattfindet, die Kulturtechniken nicht vernachl\u00e4ssigt und als Richtschnur einen individuellen F\u00f6rderplan hat? Wir unterscheiden drei verschiedene Formen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ritualisierung lebenspraktischen Lernens<br \/>\nLernen \u00fcber die allt\u00e4glichen Routinen ist eine der effektivsten Formen, wie Kinder mit einer geistigen Behinderung f\u00fcr ihren Lebensweg entscheidende Kompetenzen erwerben. Konkret bedeutet lebenspraktisches Lernen auf der Ebene allt\u00e4glicher Routinen zum Beispiel, dass Kinder vom ersten Schultag an im gesch\u00fctzten Rahmen des Schulhauses Besorgungen erledigen, z.B. Essen in der K\u00fcche bestellen, Anwesenheitslisten abgeben, Essen holen und Geschirr abgeben.<br \/>\nT\u00e4glich \u00fcben sie, sich richtig an- und auszuziehen, selbstst\u00e4ndig die Toilette aufzusuchen, den Tisch zu decken, die H\u00e4nde zu waschen und vieles andere mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00d6ffnung von Schule in die Lebenspraxis hinein<br \/>\nWenn Lernen lebenspraktisch sein soll, kann es nicht nur im R\u00fcckzugsraum Schule stattfinden. Die \u00d6ffnung von Schule in die konkrete Lebenspraxis hinein ist uns daher ein wichtiges Anliegen. Unterrichtsg\u00e4nge in unserer unmittelbaren Umgebung, zum Einkaufen oder zum Spielplatz, aber auch Fahrten in die Stadt mit dem Stadtbus oder ins Umland mit den Bussen unseres F\u00f6rdervereins oder mit der Bahn geh\u00f6ren deshalb zum Alltag unserer Schule.<br \/>\nWas jedem einzelnen Kind in diesen Situationen zugemutet wird und was es tut, reagiert auf seine individuellen M\u00f6glichkeiten und die davon abgeleiteten Lernziele: w\u00e4hrend manche Kinder beim Einkaufen vor allem den Weg dahin genie\u00dfen, im Supermarkt toleranter gegen\u00fcber der Reizkulisse werden, Dinge probieren und sich als Teil der Gemeinschaft erleben, schreiben andere Einkaufszettel, finden die Dinge selbst, \u00fcberschlagen, was zu zahlen ist, zahlen, tragen die Eink\u00e4ufe in die Schule und r\u00e4umen sie sachgem\u00e4\u00df ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spezielle didaktische Angebote<br \/>\nLebenspraktisches Lernen bedeutet aber auch das Angebot dezidiert lebenspraktischer Inhalte als Unterrichtsstoff in Form spezieller didaktischer Angebote. In der Grund- und Mittelstufe bedeutet dies zum Beispiel, dass der praktischen Erfahrung (z.B. des Einkaufens, des H\u00e4ndewaschens, des gesunden Essens) eine Thematisierung und Vertiefung im Sachunterricht folgt. In den h\u00f6heren Stufen bieten wir spezielle lebenspraktische Themen und Fachunterricht zur Vorbereitung auf das Leben nach der Schule an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5.7. Inklusion<\/strong><br \/>\nSeit der Unterzeichnung der UN-Konvention \u00fcber die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist die Frage, ob F\u00f6rderschulen als ein Ort der Exklusion und des Ausschlusses anzusehen sind, in einer breiten \u00d6ffentlichkeit diskutiert worden. Die MBS bekennt sich zu der \u00dcberzeugung, dass Menschen mit Behinderungen der Zugang zu allen Bildungsinstitutionen offen stehen sollte, aber auch zum Erhalt der Schulen mit dem F\u00f6rderschwerpunkt geistige Entwicklung als Angebotsschule. Unsere Vision ist:<br \/>\n1. eine deutliche Unterscheidung von F\u00f6rderschwerpunkt und F\u00f6rderort. In der Feststellung des F\u00f6rderschwerpunktes \u2013 in unserem Falle geistige und\/oder k\u00f6rperliche und motorische Entwicklung &#8211; sehen wir ein hilfreiches Instrument zum Angebot einer differenzierten und fundierten F\u00f6rderung. Den R\u00fcckschluss, dass auf die Feststellung eines F\u00f6rderbedarfes die zwangsl\u00e4ufige Zuweisung eines F\u00f6rderortes folgen muss, lehnen wir ab. Hier w\u00fcnschen wir uns<br \/>\n2., dass den Eltern als Interessenvertreter ihres Kindes nach angemessener Beratung die Entscheidung obliegt, wo das Kind bzw. der Jugendliche gef\u00f6rdert werden soll. Die F\u00f6rderung in der MBS sehen wir dabei, genau wie die F\u00f6rderung an der allgemeinbildenden Schule, als eine Option. Die Einsch\u00e4tzung, wo das Kind in seinem individuellen Sosein besser untergebracht ist, wird aus unserer Sicht im Einzelfall unterschiedlich sein. Im Laufe der Entwicklung eines Kindes kann sie sich auch \u2013 mit dem Kind &#8211; ver\u00e4ndern. Insofern wirken wir gerne dabei mit, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus der MBS in die allgemeine Schule zu begleiten oder aber andere Kinder und Jugendliche, die einige Zeit in der allgemeinen Schule gef\u00f6rdert worden sind, in die MBS zu integrieren. Aufgrund der langj\u00e4hrigen Erfahrungen mit integrativ bzw. inklusiv arbeitenden Schulen in Gie\u00dfen halten wir uns gerade in dieser Hinsicht f\u00fcr kompetente Ansprechpartner und helfen bei Unsicherheiten \u00fcber Fragen zum F\u00f6rderschwerpunkt und zu m\u00f6glichen F\u00f6rderorten gerne beratend mit. Wir verstehen uns dabei ausdr\u00fccklich als Anw\u00e4lte der Eltern und Kinder, die sachlich \u2013 und nicht<br \/>\nparteilich f\u00fcr den Standort MBS \u2013 beraten.<br \/>\nWas die Diskussionen um Inklusion als p\u00e4dagogischen Ansatz betrifft, so halten wir ihn auch f\u00fcr das Mikrosystem F\u00f6rderschule f\u00fcr entscheidend. Das Bekenntnis zur Heterogenit\u00e4t und zur F\u00f6rderung eines jeden Kindes nach seinen M\u00f6glichkeiten zeichnet die Arbeit an der MBS aus und pr\u00e4gt unsere Strukturen. Insofern inklusive P\u00e4dagogik einen p\u00e4dagogischen Ansatz darstellt, dessen wesentliches Prinzip die Wertsch\u00e4tzung und Anerkennung von Diversit\u00e4t in Bildung und Erziehung ist, f\u00fchlen wir uns der inklusiven P\u00e4dagogik ohne Einschr\u00e4nkungen verpflichtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>6. Elternarbeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6.1. Eltern als Teil der Schulgemeinde<\/strong><br \/>\nAn der MBS finden, wie in allen \u00f6ffentlichen Schulen, die vom Schulgesetz vorgesehenen Elternsprechtage, Gesamtelternabende und Klassenelternabende statt. Wichtiger und kennzeichnend f\u00fcr unsere Schule ist allerdings eine grunds\u00e4tzlich enge Vernetzung zwischen Elternhaus und Schule durch die Nutzung von Mitteilungsheften sowie \u2013 als Ersatz der T\u00fcr- und Angelgespr\u00e4che, die bei unseren Fahrsch\u00fclern nicht auftreten k\u00f6nnen &#8211; h\u00e4ufige Telefonate. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass Elternhaus und Schule erzieherisch konform gehen und Probleme zeitnah und direkt besprochen werden k\u00f6nnen. Wir verstehen uns bei allen Problemen, die im Laufe der Schulzeit auftreten k\u00f6nnen, als Teil des Unterst\u00fctzungssystems f\u00fcr Eltern und Kinder. Deshalb stehen die Lehrerinnen und Lehrer der MBS selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr den Austausch in Helferkonferenzen, zum Beispiel mit externen Therapeuten oder dem Jugendamt, zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nWie an allen Regelschulen auch w\u00e4hlen die Klassen Elternbeir\u00e4te, die wiederum den Schulelternbeiratsvorsitzenden aus ihrem Kreis bestimmen. An allen wichtigen Entscheidungen der Schule sind die Eltern nach den Ma\u00dfgaben des Schulgesetzes beteiligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6.2. Entlastung der Eltern durch therapeutische Angebote im Haus<\/strong><br \/>\nDie MBS ist eine Einrichtung zur Bildung und Erziehung, unser Kerngesch\u00e4ft ist daher der Unterricht, nicht die Therapie. Vor diesem Hintergrund sehen wir die durch die HAGE-Vertr\u00e4ge abgedeckten Therapien im Haus vorwiegend als Angebot, die Eltern zu unterst\u00fctzen, indem wir sie von einigen der aufw\u00e4ndigen Fahrten am Nachmittag entlasten.<br \/>\nKinder, die ein entsprechendes Rezept vom Hausarzt haben, werden nach R\u00fccksprache mit den Klassenteams zeitweise aus dem Unterricht genommen und in den R\u00e4umen der Schule von externen, aber langj\u00e4hrig mit unserem Haus verbundenen Therapeuten behandelt. Der auf diese Weise m\u00f6gliche enge Austausch mit den Therapeutinnen und Therapeuten erm\u00f6glicht eine Verzahnung der F\u00f6rderans\u00e4tze und wird auch vor diesem Hintergrund von uns unterst\u00fctzt.<br \/>\nAktuell bieten wir in unserem Hause Krankengymnastik, Sprachtherapie, Ergotherapie sowie eine spezifische Therapie f\u00fcr Kinder mit Autismusspektrumsst\u00f6rung an. Au\u00dferhalb unseres Hauses erm\u00f6glichen wir den Kindern dar\u00fcber hinaus heilp\u00e4dagogisches Reiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>7. Sch\u00fclerselbstverwaltung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7.1. Unsere SV<\/strong><br \/>\nDie MBS m\u00f6chte ihre Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu m\u00fcndigen, selbstbewussten Menschen erziehen, die f\u00fcr ihre Interessen eintreten k\u00f6nnen und die die Interessen ihrer Mitmenschen achten. Vor diesem Hintergrund m\u00f6chten wir ihnen im Schulleben vielf\u00e4ltige R\u00e4ume zur Mitgestaltung unserer Schulgemeinde er\u00f6ffnen. Ein Weg dazu ist die Sch\u00fclerselbstverwaltung (SV). Die SV besteht an der MBS seit Ende der 90er Jahre. Seitdem werden in den Klassen ab der Mittelstufe j\u00e4hrlich Klassensprecher und Klassensprecherinnen gew\u00e4hlt. Diese w\u00e4hlen wiederum in einem Zweijahresturnus den Schulsprecher bzw. die Schulsprecherin und deren Stellvertreter. Dem geht ein Verfahren voraus, in dem sich die Kandidaten ihren Mitsch\u00fclern pr\u00e4sentieren. Die Schulsprecher nehmen regelm\u00e4\u00dfig an Konferenzen teil. Sie repr\u00e4sentieren die Sch\u00fclerschaft auch bei Festen unserer Schulgemeinde.<br \/>\nDie SV trifft sich in der Regel 14t\u00e4gig. Aufgaben aller Mitglieder der SV sind:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">o Beratungen \u00fcber die Belange der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und \u00dcbermittlung der W\u00fcnsche an das Kollegium. So wurde auf Anregung der SV beispielsweise ein Tischkicker angeschafft und ein Fangnetz auf dem Fu\u00dfballplatz angebracht.<br \/>\no Mitgestaltung der Pausensituation. Neben Verbesserungsvorschl\u00e4gen entstand auf Anregung der SV beispielsweise ein Streitschlichterkomitee, dessen Aufgaben in der Mitbeaufsichtigung und der fr\u00fchzeitigen Entsch\u00e4rfung von Konfliktsituationen liegt.<br \/>\no Gestaltung spezieller Veranstaltungen f\u00fcr die Sch\u00fclerschaft. Neben Veranstaltungen zur Weiterentwicklung der SV, z.B. durch Einberufung der j\u00e4hrlichen Vollversammlung, organisiert die SV auch Discoveranstaltungen sowohl schulintern als auch mit anderen Schulen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7.2. Die Streitschlichter<\/strong><br \/>\nMit Unterst\u00fctzung der Vertrauenslehrerin unserer Schule wurde im Schuljahr 2010\/2011 begonnen, ein Streitschlichterkomitee in unserer Schule zu etablieren. Interessierte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wurden darauf vorbereitet, bei Konflikten gerade in der Pause vermittelnd t\u00e4tig zu werden und haben daf\u00fcr selbst Regeln und Verhaltensstrategien formuliert. Unsere Streitschlichter arbeiten mittlerweile mit gro\u00dfem Engagement, Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen und Erfolg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>8. Profile der Stufen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.1. Unterrichtsorganisation an der MBS<\/strong><br \/>\nAktuell ist unsere Schule in Grund- Mittel- sowie Haupt- und Berufsorientierungsstufe<br \/>\norganisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.2. Grundstufe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.2.1. Profil<\/strong><br \/>\n&#8222;Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne&#8220;, hat Hermann Hesse einst geschrieben.<br \/>\nDeshalb ist eine behutsame Eingew\u00f6hnung in den Schulalltag ein besonders wichtiges Anliegen der Grundstufe. In den ersten Schulwochen haben unsere Erstkl\u00e4ssler Gelegenheit, die Schule kennen zu lernen. Mindestens zwei sonderp\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte (in der Regel ein\/e F\u00f6rderschulehrer\/in und ein\/e Erzieher\/ in mit heilp\u00e4dagogischer Zusatzqualifikation) unterst\u00fctzen die Erstkl\u00e4ssler dabei, im Geb\u00e4ude und Gel\u00e4nde heimisch zu werden. Sie gew\u00f6hnen sich an den neuen Schulrhythmus, deren Regeln und ihre Bezugspersonen. Durch regelm\u00e4\u00dfig wiederkehrende Veranstaltungen der Grundstufe wie den freit\u00e4glichen Singkreis k\u00f6nnen auch Freundschaften \u00fcber den Klassenkreis hinaus gekn\u00fcpft werden. Seit dem Schuljahr 2010\/2011 haben wir die Einschulungspraxis auf eine Jahrgangsmischung umgestellt. Realisiert werden soll, dass j\u00e4hrlich 1-2 Sch\u00fcler\/innen die Klasse in die Mittelstufe hinein verlassen und 1-2 neu eingeschulte Kinder dazu kommen. Diese Praxis er\u00f6ffnet uns die M\u00f6glichkeit, die Klassen nach p\u00e4dagogischen Gesichtspunkten zusammen zu setzen und erleichtert gleichzeitig die Eingew\u00f6hnung in schulische Strukturen, da die neuen Kinder von den erfahrenen lernen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie gro\u00dfe Spannbreite an Entwicklungs- und Lernniveaus schon in der Grundstufe erfordert vom ersten Schultag an eine differenzierte F\u00f6rderung. Grunds\u00e4tzlich sind uns folgende Aspekte besonders wichtig: Zum einen sollen die Kinder im Sinne eines sozialen Lernens dahin gef\u00fchrt werden, die Bed\u00fcrfnisse ihrer Mitsch\u00fcler\/innen und Lehrkr\u00e4fte zu verstehen und zu achten sowie die eigenen zu erkennen und situationsad\u00e4quat einzufordern. Die sensomotorische F\u00f6rderung steht bei uns im Vordergrund, um die Kinder dabei zu begleiten, noch ausstehende Entwicklungsschritte zu bew\u00e4ltigen. Ein Bereich, der sich in dieser Zeit h\u00e4ufig noch sehr stark entwickelt, ist die Sprache. Deshalb schenken wir der sprachlichen F\u00f6rderung ein besonderes Augenmerk. Hier spielt die Unterst\u00fctzte Kommunikation eine besondere Rolle (vgl. Kapitel 9.4.). Lebenspraktische Kompetenzen zu schulen, bedeutet in der Grundstufe h\u00e4ufig noch die Hinf\u00fchrung zur Selbstst\u00e4ndigkeit in den Bereichen Essen, Hygiene und Ankleiden\/Auskleiden. Auch geistig behinderte Kinder assoziieren mit der Schule h\u00e4ufig vor allem eines: die F\u00f6rderung in den Kulturtechniken. Dementsprechend beginnt eine F\u00f6rderung in den fachlichen Schwerpunkten Deutsch und Mathematik im ersten Schulbesuchsjahr.<br \/>\nIn vielen dieser F\u00f6rderbereiche f\u00fchren wir die Arbeit der Kinderg\u00e4rten fort. Verbunden ist die Grundstufe mit diesen aber auch in einer weiteren wichtigen Hinsicht: Freir\u00e4ume zum Spielen und Spa\u00df haben sind untrennbar mit der Grundstufenzeit verbunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.2.2. Besondere Angebote der Grundstufe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Differenzierungskurse<br \/>\nAktuell finden freitags Differenzierungskurse vorwiegend im mathematischen Bereich statt. Dazu werden die Kinder entsprechend ihrer F\u00e4higkeiten Lerngruppen zu den Themen \u201ePraenumerische Kompetenzen\u201c, \u201eMengen und Zahlen\u201c sowie \u201eRechenoperationen\u201c zugeordnet. F\u00fcr die Kinder, deren F\u00f6rderbedarfe noch in basaleren Bereichen liegen, kommen Angebote in Raumerfahrung\/ Motop\u00e4dagogik und Unterst\u00fctzte Kommunikation hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00f6rderkurse Kulturtechniken<br \/>\nZweimal w\u00f6chentlich bietet die Grundstufe einen F\u00f6rderkurs Kulturtechniken an. Dazu kommen Kinder aus allen Klassen zusammen und bilden relativ leistungshomogene Gruppe, um den Rechen- und Leseunterricht zu intensivieren und \u00dcbungsanl\u00e4sse anzubieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlusskreis<br \/>\nDer w\u00f6chentlich stattfindende Sing- und Rhythmikkreis bietet Raum zum Begehen stufeninterner Feierlichkeiten, zum Beispiel von Geburtstagen oder der Begr\u00fc\u00dfung und Verabschiedung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Projektwoche<br \/>\nEinmal j\u00e4hrlich findet in der Grundstufe eine Projektwoche statt, in der sich die Klassen vollst\u00e4ndig durchmischen und zu einem gemeinsam gew\u00e4hlten Oberthema in unterschiedlichen Arbeitsgruppen arbeiten. In der Regel m\u00fcndet die Projektwoche in eine Pr\u00e4sentation f\u00fcr die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und die Schulgemeinde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Feste und Feiern<br \/>\nDer Unterricht der Grundstufe orientiert sich an den Abl\u00e4ufen des Kalenderjahres mit seinen Festen und Feiern. Deshalb werden diese mit den Sch\u00fclern ausf\u00fchrlich vorbereitet und begangen: Ostern, Nikolaus, Weihnachten, St. Martin aber auch die Einschulung und die Hochstufung unserer Sch\u00fcler sind Anl\u00e4sse f\u00fcr sorgf\u00e4ltig geplante gemeinschaftliche Aktionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.3. Mittelstufe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.3.1. Profil<\/strong><br \/>\nNach der Grundstufenzeit wechseln die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler (normalerweise zum f\u00fcnften Schulbesuchsjahr) in die Mittelstufe. Diese besuchen sie in der Regel vier Jahre.<br \/>\nDie Klassen der Mittelstufe werden von mindestens einer F\u00f6rderschullehrkraft und einer weiteren Person betreut. Letztere kann, je nach Klassensituation, eine weitere Lehrkraft, ein Erzieher oder eine Erzieherin sowie eine Absolventin bzw. ein Absolvent des Freiwilligen Sozialen Jahres sein.<br \/>\nDer Unterricht der Mittelstufe baut auf den Grundlagen der Grundstufenarbeit auf, f\u00fchrt diese fort und vertieft sie. Dabei orientieren sich die Kolleginnen und Kollegen der Mittelstufe selbstverst\u00e4ndlich auch an den individuellen Voraussetzungen und dem Leistungsverm\u00f6gen der einzelnen Sch\u00fclerin bzw. des einzelnen Sch\u00fclers. Der Unterricht und die Organisation des Schulalltags \u00f6ffnen sich im Laufe der Mittelstufe zunehmend und wenden sich der Au\u00dfenwelt zu. Es finden mehr klassen\u00fcbergreifende Angebote statt, die an den Interessen sowie dem schulischen und h\u00e4uslichen Umfeld der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler orientiert sind. Dabei ist es uns ein gro\u00dfes Anliegen, die Handlungsspielr\u00e4ume der Kinder und Jugendlichen so zu erweitern, dass deren Teilhabe an der Gesellschaft nach Ma\u00dfgabe der jeweils individuellen F\u00e4higkeiten und Interessen erweitert bzw. erm\u00f6glicht wird.<br \/>\nUnterrichtsinhalte werden weiterhin handlungsorientiert vermittelt, doch geht es nun noch st\u00e4rker um die Verschr\u00e4nkung des Tuns mit der Welt der symbolhaften Abbildungen (z.B. beim selbst\u00e4ndigen F\u00fchren von Dienstpl\u00e4nen, dem Erstellen von Listen, Lesen und Umsetzen von Rezepten).<br \/>\nDer Weiterf\u00fchrung der Kulturtechniken kommt in der Mittelstufe eine besondere Bedeutung zu. Dementsprechend findet \u2013 neben dem intensiven Rechen- und Deutschunterricht im Klassenverband \u2013 w\u00f6chentlich eine stufen\u00fcbergreifende Lesef\u00f6rderung statt bei der alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in ihrem individuellen<br \/>\nEntwicklungsstand entsprechenden Kleingruppen gef\u00f6rdert werden.<br \/>\nDie in der Grundstufe bereits angebahnte Sicherung der Selbst\u00e4ndigkeit in der Selbstversorgung wird w\u00e4hrend der Zeit der Mittelstufe soweit m\u00f6glichst weitergef\u00fchrt und ausgebaut. Letzteres geschieht beispielsweise beim selbst\u00e4ndigen Zubereiten von Mahlzeiten, wie dem Klassenfr\u00fchst\u00fcck.<br \/>\nDie r\u00e4umliche Orientierung geht nun h\u00e4ufiger \u00fcber das bekannte Schulterrain hinaus (Kennenlernen \u00f6ffentlicher Einrichtungen, Sehensw\u00fcrdigkeiten, mehrt\u00e4gige Klassenfahrten) und wird von den Klassenteams initiiert und p\u00e4dagogisch begleitet. Hierf\u00fcr ist das Anbahnen und Beachten von Verkehrsregeln notwendig sowie das Erfahren von \u201ead\u00e4quatem Verhalten\u201c in der \u00d6ffentlichkeit bei der Nutzung \u00f6ffentlicher Verkehrsmittel und &#8211; soweit m\u00f6glich &#8211; beim Fahrradfahren.<br \/>\nDas \u201eSpielen\u201c aus Grundstufenzeiten wandelt sich langsam in das Kennenlernen von Freizeitbesch\u00e4ftigungen und entsprechenden Strukturen. Hierbei wird zunehmend mehr Augenmerk auf die Kenntnis und das Einhalten von Regeln gelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.3.2. Besondere Angebote der Mittelstufe<\/strong><br \/>\nArbeitsgemeinschaften (AG\u2019s)<br \/>\nSeit vielen Jahren sind Arbeitsgemeinschaften (AG\u2019s) ein fester Bestandteil der Mittelstufe. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler w\u00e4hlen sich zu Beginn eines Schuljahres in eine Neigungsgruppe ein, die sie im w\u00f6chentlichen Turnus besuchen.<br \/>\nIn dieser Zeit wird der \u201enormale\u201c Klassenverband aufgel\u00f6st. Je nach Sch\u00fclerzahl werden pro Schuljahr etwa f\u00fcnf bis sieben Kurse angeboten. Die Angebote sind sehr vielf\u00e4ltig und umfassen musikalische, sportliche und kreativen Aspekte. Sie wechseln j\u00e4hrlich und orientieren sich stets an den Sch\u00fclerinteressen und -kompetenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesekurse<br \/>\nSeit dem Schuljahr 2010\/11 findet einmal w\u00f6chentlich ein klassen\u00fcbergreifender Lesekurs statt innerhalb dessen eine stark spezialisierte F\u00f6rderung auf dem jeweiligen Entwicklungsstand der F\u00f6rdergruppenmitglieder realisiert wird. Die Kurse differenzieren sich, je nach Bedarf, in verschiedene Gruppen der Unterst\u00fctzten Kommunikation (Erfahren basaler Kommunikation, Kennenlernen von Piktogrammen und Geb\u00e4rden), Kurse zur Erweiterung von Buchstabenkenntnissen, solche zur Synthese von Silben und zum Lesen von W\u00f6rtern bis hin zu Gruppen die auf Satz- und Textebene lesen und an den Umgang mit Ganzschriften herangef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konfirmandenunterricht<br \/>\nIn Zusammenarbeit mit der Petruskirche und der Behindertenseelsorge Gie\u00dfen findet in der Mittelstufe regelm\u00e4\u00dfig ein klassen\u00fcbergreifender Konfirmandenunterricht auf freiwilliger Basis statt (vgl. Punkt religi\u00f6se Erziehung).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stufenbezogenen Aktivit\u00e4ten<br \/>\nNeben den klassen\u00fcbergreifenden Angeboten gibt es eine Reihe stufenbezogener Aktivit\u00e4ten, die von den Klassenverb\u00e4nden gestaltet werden bzw. an denen die Klassen teilnehmen. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Besuche des Stadttheaters Gie\u00dfen und ein Kinobesuch im Rahmen der \u201eSchulkinowochen\u201c. Ferien werden regelm\u00e4\u00dfig mit einem stufeninternen Brunch \u201eeingel\u00e4utet\u201c. Hierf\u00fcr bereitet jede Lerngruppe etwas zu essen f\u00fcr ein gemeinsames Buffet vor. Das Ganze wird von einem feierlichen Rahmenprogramm begleitet (z.B. Gesangs-, Musik- oder Tanzdarbietungen oder Ausstellungen von Arbeiten, die im Unterricht entstanden sind).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stufen\u00fcbergreifende Aktivit\u00e4ten<br \/>\nDie Fu\u00dfball-, die Cheerleader-AG, der Chor, das p\u00e4dagogische Reiten und die Teilnahme am Fahrradf\u00fchrerschein finden stufen\u00fcbergreifend f\u00fcr Mittelstufensch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie solche aus der Haupt- und Berufsorientierungsstufe statt. In der Vorweihnachtszeit veranstalten die Mitglieder dieser beiden Stufen zudem einen schulinternen Weihnachtsmarkt. Beim \u201eSchuljahresabschlussbrunch\u201c werden allj\u00e4hrlich die zuk\u00fcnftigen Mittelstufensch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eingeladen und in das Geschehen einbezogen w\u00e4hrend die \u201eGro\u00dfen\u201c, die in die Hauptstufe wechseln, entsprechend verabschiedet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.4. Haupt- und Berufsorientierungsstufe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.4.1. Profil<\/strong><br \/>\nMit Eintritt in das neunte Schulbesuchsjahr wechseln die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der MBS in der Regel in die Haupt- und Berufsorientierungsstufe (HBOS). Sie befinden sich dann auf dem Weg vom Jugendlichen zum jungen Erwachsenen.<br \/>\nEin Schwerpunkt der Arbeit in der Stufe ist die Festigung bereits im Laufe der Schulzeit erworbener Strukturen und F\u00e4higkeiten. Dementsprechend erhalten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler weiterhin eine ihrem Leistungsstand entsprechende F\u00f6rderung in den Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Diese findet meist themenbezogen im Rahmen des Gesamtunterrichts statt, dessen Themenschwerpunkte sich nun am Lebensalltag der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie dem Ziel, gemeinsam Zukunftsvorstellungen zu entwickeln orientieren.<br \/>\nIm Wesentlich setzten sich die Inhalte und der Aufbau des Unterrichts in der HBOS aus drei Bereichen zusammen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 Selbst\u00e4ndigkeitsf\u00f6rderung f\u00fcr selbst\u00e4ndigeres Leben und Wohnen<br \/>\n\u2022 Vorbereitung auf die Arbeitswelt<br \/>\n\u2022 Freizeit und Pers\u00f6nlichkeitsbildung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Selbst\u00e4ndigkeitsf\u00f6rderung f\u00fcr selbst\u00e4ndigeres Leben und Wohnen<\/span><br \/>\n\u00dcbergeordnetes Ziel unserer Schule ist es, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zu einem m\u00f6glichst selbstst\u00e4ndigen Leben zu bef\u00e4higen. Eine entsprechende F\u00f6rderung ist t\u00e4glicher Bestandteil des Unterrichts.<br \/>\nDementsprechend wird in der HBOS regelm\u00e4\u00dfig im Klassenverband gekocht wobei die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler selbst\u00e4ndig und m\u00f6glichst in Eigenorganisation hauswirtschaftliche Aufgaben \u00fcbernehmen. Neben dem \u00dcben der unmittelbaren praktischen Vorg\u00e4nge, erh\u00f6hen sie ihre Alltagsselbst\u00e4ndigkeit und lernen \u00fcbergeordnete Zusammenh\u00e4nge wie M\u00fcllentsorgung oder das Prinzip des finanziellen Haushaltes kennen.<br \/>\nAuch die t\u00e4glichen Abl\u00e4ufe und Routinen im Klassenzimmer zielen auf die F\u00f6rderung von Kompetenzen, die beim selbstst\u00e4ndigen Bew\u00e4ltigen des Alltags n\u00f6tig sind. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel die Besch\u00e4ftigung mit K\u00f6rperhygiene und pers\u00f6nlicher Hygiene wie dem Sauberhalten der pers\u00f6nlichen und gemeinschaftlichen Gegenst\u00e4nde, die Besch\u00e4ftigung mit anfallender W\u00e4sche, der Umgang mit Gegenst\u00e4nden des t\u00e4glichen Gebrauchs (wie Handarbeitsmaterial oder elektrische Ger\u00e4te) und das Kennenlernen und Anwenden von Ordnungssystemen.<br \/>\nAuch dem Aspekt der Mobilit\u00e4t kommt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu. Selbstst\u00e4ndiges Orientieren in der Umwelt wird in vielen Unterrichtsg\u00e4ngen und Erkundungen au\u00dferhalb der Schule gef\u00f6rdert, betrifft aber auch den Schulweg. Im Regelfall werden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit einem Busunternehmen bef\u00f6rdert. Ziel des Mobilit\u00e4tstrainings ist es, dass m\u00f6glichst viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler den Weg zur Schule selbst\u00e4ndig mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Vorbereitung auf die Arbeitswelt<\/span><br \/>\nGing es in der Mittelstufe noch darum, vom handelnden zum theoretischen Lernen vorzudringen, wird in der Haupt- und Berufsorientierungsstufe der Schwerpunkt wieder mehr auf das praktische Handeln gelegt. Dementsprechend bietet die MBS Fachunterricht in verschiedenen Bereichen an, mit dem Ziel, den Jugendlichen F\u00e4higkeiten zu vermitteln auf die sie in der sp\u00e4teren Arbeitswelt aufbauen k\u00f6nnen.<br \/>\nIn klassen\u00fcbergreifenden Kursen werden Inhalte der Arbeitswelt, der Freizeitgestaltung, der Identit\u00e4tsf\u00f6rderung und K\u00f6rperwahrnehmung sowie eine F\u00f6rderung im Bereich der Unterst\u00fctzten Kommunikation angeboten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jugendlichen absolvieren an der MBS aktuell ab dem 11. Schulbesuchsjahr mindestens ein Berufspraktikum pro Schulhalbjahr das sich an den F\u00e4higkeiten, Interessen und Berufsperspektiven jedes einzelnen orientiert. Die Praktika in den gesch\u00fctzten Arbeitsbereichen der Werkstatt f\u00fcr behinderte Menschen finden m\u00f6glichst zeitgleich statt. Umfassend behinderte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler machen ein Schnupperpraktikum in Tagesf\u00f6rderst\u00e4tten um diese, die Eltern und nicht zuletzt sich selbst auf den anstehenden \u00dcbergang vorzubereiten. Je nach Interessenslage und F\u00e4higkeiten, bieten wir den Jugendlichen in Kooperation mit dem Elternhaus die Gelegenheit durch Praktika in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes Einblicke in das Arbeitsleben zu bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur weiteren Vorbereitung auf die Arbeitswelt dient die Dokumentation schulischer und au\u00dferschulischer praktischer T\u00e4tigkeiten in sogenannten Praxismappen, welche die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler f\u00fcr die Praktika und deren Auswertung sowie f\u00fcr Gespr\u00e4che mit der Arbeitsagentur nutzen.<br \/>\nGerade im Zusammenhang mit der Berufsvorbereitung ist Beratung ein zentraler Aspekt unserer Arbeit. Schon mehrmals veranstaltete die Martin-Buber-Schule einen Informationsabend mit Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen die den weiteren Berufs- und Lebensweg unserer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mitgestalten und begleiten. Weiterhin findet j\u00e4hrlich in der Schule eine Berufsberatung mit der Reha-Beratung der Arbeitsagentur Gie\u00dfen statt, an der jeder Sch\u00fcler und jede Sch\u00fclerin sp\u00e4testens im letzten Schulbesuchsjahr teilnimmt. Hier werden entsprechend den individuellen Bed\u00fcrfnissen und M\u00f6glichkeiten bereits langfristig individuelle Wege zum \u00dcbergang in die Arbeitswelt entwickelt. Mit den Werkst\u00e4tten f\u00fcr Menschen mit Behinderung und den entsprechenden Berufsbildungsbereichen stehen die Kollegen und Kolleginnen der Haupt- und Berufsorientierungsstufe ebenfalls in engem Kontakt. Regelm\u00e4\u00dfig finden gemeinsame Besichtigungen in verschiedenen Arbeitsfeldern mit den Jugendlichen statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Freizeit und Pers\u00f6nlichkeitsbildung<\/span><br \/>\nUm sich selbst im Rahmen der eigenen Lebensgestaltung als m\u00fcndige Pers\u00f6nlichkeit zu erfahren geh\u00f6rt es dazu, M\u00f6glichkeiten der sinnvollen Freizeitgestaltung zu kennen und so Anregungen zur individuellen Entwicklung und Pers\u00f6nlichkeitsbildung zu erhalten. Impulse zur Freizeitgestaltung finden die Jugendlichen beispielsweise \u00fcber die Unterrichts- und Projektangebote der Schule (vgl. dazu Kap. 8.4.2). Dar\u00fcber hinaus nehmen Klassen oder klassen\u00fcbergreifende Gruppen kontinuierlich an Veranstaltungen des \u00f6ffentlichen Lebens teil, wie z. B. an Fu\u00dfballturnieren, Wettk\u00e4mpfen (Speed Stacking), Festen und anderen Veranstaltungen. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit einer umfassenden Behinderung erfahren mitunter durch die Teilhabe an solchen Angeboten Eindr\u00fccke und soziale Impulse.<br \/>\nEin zentraler Aspekt f\u00fcr unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ist das soziale Miteinander. Im t\u00e4glichen Umgang der jungen Menschen im Lebensraum Schule entstehen Freundschaften in einer Qualit\u00e4t, wie sie im h\u00e4uslichen Umfeld oft nur schwer \u00fcber die Pubert\u00e4t hinweg zu halten sind. Oft werden aus \u201eSpielfreundschaften\u201c intensivere Bindungen \u00fcber die Schulzeit hinaus. Die Jugendlichen und jungen Erwachsen erfahren sich neu, Freundschaften erhalten neue Bedeutung und auch Partnerschaften entstehen. Wir unterst\u00fctzen die jungen Menschen darin, sich in dieser f\u00fcr sie wichtigen und mitunter schweren Zeit emotional zu orientieren. Freundschaft, Partnerschaft, Aufkl\u00e4rung und Verh\u00fctung sind je nach pers\u00f6nlicher Situation in unterschiedlicher Intensit\u00e4t Bestandteil des Unterrichts und des t\u00e4glichen Miteinanders.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.4.2. Besondere Angebote der Haupt- und Berufsorientierungsstufe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.4.2.1. Fachunterricht Arbeitslehre<\/strong><br \/>\nDie MBS bietet seit ihrem Bestehen Fachunterricht in den Bereichen Arbeitslehre\/ Werken\/ Keramik, Textiles Werken und Hauswirtschaft\/ Kochen\/ W\u00e4schepflege an. Das Ziel ist, den Jugendlichen F\u00e4higkeiten zu vermitteln, auf die sie in der sp\u00e4teren Arbeitswelt aufbauen k\u00f6nnen. Es werden vielf\u00e4ltige Aspekte der Be- und Verarbeitung unterschiedlicher Materialien wie Holz, Metall, Kunststoff, textile Materialien, Ton, Nahrungsmittel und schuleigene W\u00e4sche vermittelt. Erlernt werden Arbeitstechniken, der Umgang mit unterschiedlichsten Werkzeugen, Ger\u00e4ten und Maschinen, soweit sie f\u00fcr die Handhabung durch den jeweiligen Sch\u00fcler bzw. die jeweiligen Sch\u00fclerinnen geeignet und zul\u00e4ssig sind. Neben der Entwicklung von Arbeitshaltungen wie Sorgfalt und Ausdauer, der sachgerechten Arbeitsplatzgestaltung, dem Kennenlernen und Einhalten von Arbeitsabl\u00e4ufen in ihrer richtigen Reihenfolge liegt ein weiterer Kompetenzschwerpunkt im Bereich der Sicherheit und Unfallverh\u00fctung am Arbeitsplatz. Die Unterrichtsthemen selbst werden im Sinne projektorientierter Vorhaben m\u00f6glichst mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern gemeinsam entwickelt. Eine weitere Bedeutung bei der Hinf\u00fchrung zur Arbeitswelt besteht darin, durch die Fachangebote den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern ein gr\u00f6\u00dferes Spektrum an R\u00e4umlichkeiten zu er\u00f6ffnen und dar\u00fcber hinaus mit wechselnden (Bezugs-) Personen die Schulwoche zu bestreiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8.4.2.2. Wahlpflichtunterricht in Kursen (WPU-Kurse)<\/strong><br \/>\nExklusiv f\u00fcr die Haupt- und Berufsorientierungsstufe werden aktuell folgende WPU-Kurse angeboten:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Textiles Werken: Das Textile Werken befasst sich mit der Verarbeitung verschiedener textiler Materialien mit Hilfe unterschiedlicher Arbeitstechniken und orientiert sich an den Zielen und Inhalten des Fachunterrichts. Im Rahmen der Berufsorientierung werden dabei Themen wie Vermarktung, \u00dcberlegungen zur Preisgestaltung und Werbung behandelt und an praktischen Beispielen erprobt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4schepflege: Die W\u00e4sche AG nimmt nach einem genau durchstrukturierten Modus die Gebrauchsw\u00e4sche aus den Klassen entgegen, w\u00e4scht, b\u00fcgelt und lagert sie und gibt entsprechende Gebrauchsw\u00e4sche aus. Auf diese Weise lernen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler einen wesentlichen hauswirtschaftlichen Arbeitsbereich kennen und beherrschen w\u00e4hrend sie gleichzeitig einen sinnvollen Beitrag f\u00fcr die Schule und Schulgemeinde leisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fahrradwerkstatt : In der Fahrradwerkstatt erhalten unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Gelegenheit, Fahrradtechnik kennenzulernen, um sich vielleicht einmal selbst bei Pannen helfen zu k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus werden sie lebenspraktisch in einem technischen Lernfeld auf die Arbeitswelt vorbereitet.<br \/>\nLerninhalte des Unterrichts liegen im technischen, (fein-)motorischen und Verhaltensbereich. Ziel ist es, nach Absprache selbst\u00e4ndig und planvoll zu arbeiten sowie sich bei Problemen Hilfe zu holen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Werken: Inhaltlich entspricht dieses Wahlpflichtangebot dem Fach Arbeitslehre. Um ein Werkst\u00fcck zu bearbeiten oder herzustellen, steht hier das Kennenlernen unterschiedlicher Werkstoffe, die sachgerechte Handhabung entsprechender Handwerkzeuge, der Einsatz von Maschinen im Vordergrund. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler setzen sich mit der Planung und Konstruktion einer Werkarbeit auseinander unter Ber\u00fccksichtigung von Sicherheitsregeln am Arbeitsplatz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Garten &amp; Umwelt\/ Hausmeister &amp; Geb\u00e4udeservice: Die Arbeitsgruppe \u201eGarten und Umwelt\u201c sowie \u201eHausmeister und Geb\u00e4udeservice\u201c hat sich zum Ziel gesetzt, die Au\u00dfenanlage sowie das Geb\u00e4ude der Martin-Buber-Schule zu pflegen und wiederkehrende Arbeiten durchzuf\u00fchren.<br \/>\nDurch die Anwendung verschiedener Arbeitstechniken sollen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft eine konkrete Vorstellung davon der Vor- und Nachteile einer Arbeit an unterschiedlichen Arbeitsorten erhalten. Es wird ein konkreter Einblick in die Berufsfelder G\u00e4rtner oder G\u00e4rtnerin bzw. Hausmeister oder Hausmeisterin vermittelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kunst &amp; Keramik: Im Wahlpflichtunterricht \u201eKunst &amp; Keramik\u201c, dessen Schwerpunkt im Erwerb von Kompetenzen zur Freizeitgestaltung liegt, werden die feinmotorischen F\u00e4higkeiten der Jugendlichen gef\u00f6rdert. Sie erlernen gestalterische Fertigkeiten und Techniken und entfalten ihre Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00e4dchengruppe: Um eine positive weibliche Identit\u00e4t entwickeln zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen M\u00e4dchen mit einer geistigen und k\u00f6rperlichen Behinderung bisweilen unterst\u00fctzende Angebote. Der WPU &#8218;M\u00e4dchengruppe&#8216; verfolgt dieses Vorhaben, wobei den Sch\u00fclerinnen ein Freiraum geboten wird, den sie selbst bestimmen und mit Inhalten f\u00fcllen k\u00f6nnen. Soweit m\u00f6glich werden die Ideen der jungen Frauen umgesetzt und durch von Seiten der P\u00e4dagogin erg\u00e4nzt. Diese Pers\u00f6nlichkeitsf\u00f6rderung soll zu einem stabilen Selbstwertgef\u00fchl beitragen und die Selbstwahrnehmung f\u00f6rdern. Im gesch\u00fctzten Rahmen der M\u00e4dchengruppe k\u00f6nnen verschiedene Verhaltensmuster hinterfragt und neues Verhalten ausprobiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bewegung und Entspannung: Der Kurs Bewegung und Entspannung findet in der Turnhalle statt. Das Angebot integriert \u00dcbungen aus den Bereichen Psychomotorik, Basale Stimulation und traditionellen Entspannungsverfahren, um \u00fcber die Arbeit mit und am K\u00f6rper Entwicklungsprozesse anzusto\u00dfen. Dies zielt darauf ab, den eigenen K\u00f6rper zu erfahren und Techniken kennenzulernen, um das eigene Wohlbefinden zu bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unterst\u00fctzte Kommunikation: Im Rahmen des WPU findet f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der HBOS ein exklusiver F\u00f6rderkurs im Bereich der Unterst\u00fctzten Kommunikation statt. Dabei arbeitet die Kursleiterin individuell mit den Jugendlichen auf ihrem aktuellen Entwicklungsniveau und leitet die begleitenden Integrationskr\u00e4fte darin an, die F\u00f6rderung auch im Klassenalltag optimal umsetzen zu k\u00f6nnen (vgl. Kap. 9.4.2).<br \/>\nDie Realisierung des WPU-Tages f\u00fcr die Berufsorientierungsstufe begann im Schuljahr 2013\/14 und befindet sich aktuell in der Erprobungsphase. \u00c4nderungen zur Optimierung werden daher fortlaufend erprobt und evaluiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>9. P\u00e4dagogische Arbeitsschwerpunkte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.1. Spezifische F\u00f6rderung von Sch\u00fclern mit dem F\u00f6rderbedarf k\u00f6rperliche und motorische Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.1.1. Aktuelle Angebote<\/strong><br \/>\nDie Martin-Buber-Schule ist eine Schule mit Abteilung f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit einer K\u00f6rperbehinderung. Diese Abteilung ist im schulischen Alltag nicht sichtbar, weil wir aufgrund unseres individualisierenden Ansatzes (vgl. Punkt 5.5) nicht zwischen geistig Behinderten mit und ohne K\u00f6rperbehinderung differenzieren m\u00f6chten bzw. m\u00fcssen. Allerdings bieten wir den k\u00f6rperbehinderten Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Differenzierungskursen spezielle Angebote durch Kolleginnen und Kollegen, die sich insbesondere in den Bereichen Motop\u00e4dagogik und Unterst\u00fctzte Kommunikation (vgl. zur Unterst\u00fctzten Kommunikation Punkt 9.4.2) fortgebildet haben. Je nach dem aktuellen Bedarf finden die Gruppen auf der Ebene der Stufen oder auch stufen\u00fcbergreifend statt.<br \/>\nDas Angebot in Motop\u00e4dagogik richtet sich speziell an diejenigen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, deren aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich ist und die somit besondere Unterst\u00fctzung beim aktiven Mitgestalten und Interagieren ben\u00f6tigen. Es soll gerade Kindern und Jugendlichen mit einer umfassenden Behinderung die M\u00f6glichkeit gegeben werden, aus Erfahrungen mit dem eigenen K\u00f6rper sowie der materiellen und sozialen Umwelt Handlungskompetenzen zu entwickeln. Dies bedeutet, dass es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erm\u00f6glicht wird, ihren K\u00f6rper in Bewegung neu wahrzunehmen sowie Freude am Bewegen zu haben. Im Fokus stehen dabei Gleichgewichtserfahrungen, haptische und taktile Angebote sowie Erfahrungen des Raum-Lage-Empfindens. Um Struktur und Sicherheit zu bieten und weiterhin zum Vorausdenken und somit zur Handlungsplanung zu bef\u00e4higen, ist der Stundenablauf ritualisiert. Wichtig f\u00fcr die Arbeit mit den schwerer beeintr\u00e4chtigten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sind eine enge Kooperation mit deren Integrationshelferinnen bzw. \u2013helfern sowie den Krankengymnastinnen und -gymnasten.<br \/>\nDer Einsatz der Integrationshelfer und -helferinnen bietet uns au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit, auf der Basis individueller F\u00f6rderpl\u00e4ne spezielle Einzelf\u00f6rdersequenzen zu realisieren. Insbesondere unser hauseigenes Schwimmbad, der Sneozeleraum, der Motop\u00e4dagogikraum, der Differenzierungsraum mit B\u00e4llebad und Klangwiege sowie die Turnhalle bieten daf\u00fcr g\u00fcnstige Rahmenbedingungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.2. Unterst\u00fctzte Kommunikation<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.2.1 Unterst\u00fctze Kommunikation und ihre Bedeutung f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der MBS<\/strong><br \/>\nVon allen unseren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern verf\u00fcgen ca. zwei Drittel \u00fcber keine Verbalsprache oder eine nur schlecht verst\u00e4ndliche Aussprache. Durch logop\u00e4dische Behandlungen und auch unterrichtsimmanente Sprachf\u00f6rderung machen viele Kinder und Jugendliche Fortschritte, etwa ein Drittel verf\u00fcgt allerdings beim Schulaustritt weiterhin \u00fcber eine konventionell unverst\u00e4ndliche Lautsprache. Selbstverst\u00e4ndlich haben diese Kinder auch viel zu sagen und mannigfaltige Bed\u00fcrfnisse, die ausgedr\u00fcckt werden wollen und sollen. Unser Ziel ist es, gezielte Methoden und Systeme zur F\u00f6rderung des Ausdrucksverm\u00f6gens jener Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler anzuwenden, bei denen es nicht nur um eine Verbesserung der Lautsprache geht, sondern auch darum, diese gegebenenfalls komplett ersetzen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nM\u00f6gliche Alternativen zur Lautsprache, die man unter dem Begriff Unterst\u00fctzte Kommunikation (UK) zusammenfasst, reichen von einfachen Gesten oder der Geb\u00e4rdensprache \u00fcber das Zeigen auf Bilder und Symbole bis hin zu technischen Kommunikationshilfen mit k\u00fcnstlicher Sprachausgabe. Grundvoraussetzungen gibt es fast keine, nahezu jeder noch so schwer behinderte Mensch kann und will kommunizieren. Es geht darum, ihn dabei in geeigneter Weise zu unterst\u00fctzen, Kommunikationsformen zu finden, die es ihm erm\u00f6glichen, sich besser mitzuteilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.2.2 UK an der MBS: Organisationsstrukturen<\/strong><br \/>\nAn der MBS sind zwei Kolleginnen daf\u00fcr zust\u00e4ndig, das Kollegium bezogen auf den sich stets und rasant entwickelnden Bereich der UK auf dem Laufenden zu halten und fortzubilden. Gemeinsam mit Kollegium und Schulleitung haben sie folgende Organisationsstrukturen f\u00fcr UK an der MBS geschaffen:<br \/>\n&#8211; UK ist als Unterrichtsprinzip einzelner Klassen in jeder Stufe etabliert. \u201eNeueinsteiger\u201c erhalten dabei Hilfe von den UK-Beauftragten, die daf\u00fcr mit entsprechenden Deputats- bzw. F\u00f6rderstunden ausgestattet sind.<br \/>\n&#8211; Auf der Ebene der Stufen finden UK-F\u00f6rderkurse f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler statt.<br \/>\n&#8211; Ein grundlegender Materialfundus ist vorhanden und wird kontinuierlich ausgebaut. Die Ausleihe der UK-Ger\u00e4te ist so organisiert, dass der Zugang aller Kolleginnen und Kollegen zum Material sichergestellt ist und bei Bedarf entsprechende Einweisungen gegeben werden k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8211; Die MBS hat sich in Zusammenarbeit mit den umgebenden Einrichtungen bezogen auf die Auswahl der angebotenen Materialien bzw. Methoden abgesprochen, so dass sichergestellt ist, dass Kinder stets einheitliche Bilder (Metacom) oder Geb\u00e4rden (DGS) erlernen.<br \/>\n&#8211; Die MBS ist Mitglied bei ISAAC, Gr\u00fcndungsmitglied des \u201aUK- Netzwerk Gie\u00dfen\u2018 gemeinsam mit der UK- Beratungsstelle der Lebenshilfe Gie\u00dfen, und Mitglied im Landesnetzwerk Hessen, Region Nord. Sie steht in Kooperation mit der Justus Liebig Universit\u00e4t Gie\u00dfen. Regelm\u00e4\u00dfig nehmen unsere Beauftragten an entsprechenden Fortbildungsveranstaltungen teil und Berichten dar\u00fcber bei Konferenzen. Das gesamte Kollegium hat sich an p\u00e4dagogischen Tagen sowie speziellen Fortbildungen umfangreich zu diesem Thema fortgebildet.<br \/>\n&#8211; Kontinuierlich finden hausinterne Fortbildungen statt (UK-Sprechstunde f\u00fcr Austausch, Unterst\u00fctzung, Beratung; Hausinterne Geb\u00e4rdenkurse; Hauseigene Kurse zu Talkern, Lernsoftware etc. nach Bedarf).<br \/>\n&#8211; Die MBS ist eine strukturierte und kommunikationsanregende Umgebung durch:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine einfache sprechende Taste vor der K\u00fcche, die \u00fcber das t\u00e4gliche Gericht zum Mittagessen informiert,<\/li>\n<li>eine Beschriftung aller Klassenr\u00e4ume mit Klassenname, Portraitfotos der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie Lehrkr\u00e4fte dieser Klasse und deren Namen. Dies bietet auch nicht oder wenig sprechenden Kindern und Jugendlichen die M\u00f6glichkeit, \u00fcber andere Mitglieder der Schulgemeinde zu erz\u00e4hlen.<\/li>\n<li>Die Beschriftung aller anderen R\u00e4ume (Verwaltungsr\u00e4ume, Fachr\u00e4ume, Toiletten etc.) mit Name, Foto, Piktogramm und abgebildete Geb\u00e4rde bietet ebenfalls die M\u00f6glichkeit des kommunikativen Austauschs.<\/li>\n<li>\u00fcber Kommunikationstafeln im Pausenbereich k\u00f6nnen Aussagen wie (mir ist kalt, ich muss mal, ich habe Streit etc.) ge\u00e4u\u00dfert werden,<\/li>\n<li>es gibt Aush\u00e4nge wichtiger Geb\u00e4rden zu aktuellen Themen,<\/li>\n<li>Beschriftungen der Fahrr\u00e4der und des Zubeh\u00f6rs im Fahrradkeller sowie im Materialraum des Schwimmbads in Wort und Bild, die es allen Mitgliedern der Schulgemeinde erm\u00f6glichen, selbst\u00e4ndig das richtige Material zu suchen und aufzur\u00e4umen,<\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8211;\u00a0 Perspektivisch ist die Visualisierung von Handlungsabl\u00e4ufen im Schulgeb\u00e4ude geplant (z. B. beim H\u00e4ndewaschen, Duschen etc.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.3 F\u00f6rderung autistischer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/strong><br \/>\nSogenannten \u201eautistische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler\u201c wurde bereits im ersten Schulprogramm der MBS besondere Aufmerksamkeit geschenkt. In fr\u00fcheren Jahren wurden, auch vor dem Hintergrund einer dezidierten F\u00f6rderung in den Kulturtechniken mit spezifischen Methoden, unterschiedliche Modelle der Gruppenf\u00f6rderung erprobt.<br \/>\nIn \u00dcbereinstimmung mit der Fachdiskussion ordnen wir die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zum aktuellen Zeitpunkt weniger spezifischen Gruppen von Autisten zu. Vielmehr verorten wir sie im sogenannten \u201eautistischen Spektrum\u201c. Mit diesem Wandel in der Wahrnehmung ist auch eine Ver\u00e4nderung der p\u00e4dagogischen Herangehensweise verbunden. Aufgrund der sehr spezifischen Wahrnehmungs- und Kommunikationsschwierigkeiten unserer autistischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bem\u00fchen wir uns um eine differenzierte Einzelfallanalyse, auf der das p\u00e4dagogische Angebot fu\u00dft. Hierf\u00fcr nehmen wir im Rahmen unserer Fortbildungst\u00e4tigkeiten regelm\u00e4\u00dfig auch die Beratung externer Fachkr\u00e4fte in Anspruch. Dar\u00fcber hinaus stehen wir im Bedarfsfall mit den Fachberaterinnen und \u2013beratern des staatlichen Schulamtes in Kontakt.<br \/>\nIm Unterricht setzen wir gerne auf die Erfahrungen des TEACCH-Programms und PECS insbesondere auf eine dezidierte Strukturierung der Unterrichtsabl\u00e4ufe.<br \/>\nWas die Kommunikationsf\u00f6rderung betrifft, setzt die MBS prim\u00e4r Methoden der Unterst\u00fctzten Kommunikation (siehe Kap. 9.4) ein. Der sogenannten \u201eGest\u00fctzten Kommunikation\u201c (Faciliated Communication, FC), einer gerade in der F\u00f6rderung autistischer Menschen besonders popul\u00e4ren Methode, stehen wir kritisch, wenn auch nicht grunds\u00e4tzlich ablehnend, gegen\u00fcber. In der wissenschaftlichen Begleitforschung konnte in sehr vielen F\u00e4llen nachgewiesen werden, dass die gest\u00fctzt produzierten Aussagen ma\u00dfgeblich vom sogenannten St\u00fctzer bzw. der St\u00fctzerin beeinflusst werden. In solchen Situationen werden also behinderten Menschen Aussagen unterstellt, die nicht ihre eigenen sind. Damit verbunden ist, dass mit Sicherheit authentische Kommunikationsformen, n\u00e4mlich nonverbale, tendenziell ignoriert werden. Ein solches Vorgehen stellt unseres Erachtens einen Angriff auf die W\u00fcrde, Integrit\u00e4t und Selbstbestimmung behinderter Menschen dar und muss daher vermieden werden.<br \/>\nWir verschlie\u00dfen uns aber nicht der Einsicht, dass die Methode der FC in manchen, seltenen Einzelf\u00e4llen tats\u00e4chlich dabei helfen kann, Menschen die sich im autistischen Spektrum bewegen Kommunikationsm\u00f6glichkeiten zu er\u00f6ffnen. Wenn wir daher bei der spezifischen Einzelanalyse zu der Vermutung kommen, eine Sch\u00fclerin oder ein Sch\u00fcler k\u00f6nne von der Methode profitieren, so bieten wir sie durchaus an. Unter den Kolleginnen und Kollegen der MBS sind mehrere Personen, die sich in dieser Methode entsprechend fortgebildet haben und so allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Rat und Tat zur Seite stehen k\u00f6nnen.<br \/>\nIn den letzten Jahren haben sich die therapeutischen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr unsere autistischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler stark erweitert, insbesondere durch die Pr\u00e4senz des Autismus-Instituts Langen in Gie\u00dfen. Hier pflegen wir einen fachlichen Austausch, einzelne Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler werden von Therapeutinnen des Autismus-Instituts auch in der Schule behandelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.4 F\u00f6rderung sehbehinderter und blinder Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/strong><br \/>\nViele unserer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben eine Mehrfachbehinderung. Sie haben neben der kognitiven Beeintr\u00e4chtigung auch k\u00f6rperliche Einschr\u00e4nkungen wie eine Sehbehinderung oder Blindheit. Um in diesem Bereich eine optimale F\u00f6rderung anbieten zu k\u00f6nnen, arbeitet die MBS seit dem Jahr 1998 mit der Johann-Peter-Sch\u00e4fer-Schule (JPSS) zusammen, die \u00fcberregionales Beratungs- und F\u00f6rderzentrum (BFZ) f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte ist. J\u00e4hrlich werden mittlerweile ca. 10 &#8211; 15 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Martin-Buber-Schule intensiv behandelt. Dies schlie\u00dft eine regelm\u00e4\u00dfige ambulante Betreuung durch Beratungslehrkr\u00e4fte der JPSS ein sowie eine fachliche Beratung des Klassenteams und der Eltern. Die Zusammenarbeit mit weiteren Fachkr\u00e4ften (wie Augen\u00e4rzte, Optiker etc.) ist hierbei ebenfalls sehr wichtig.<br \/>\nDer F\u00f6rderbedarf \u201eSehen\u201c beinhaltet unter anderem eine spezifische F\u00f6rderung der visuellen Wahrnehmung, eine ganzheitliche Schulung aller (Rest-) Sinne, Orientierung und Mobilit\u00e4t sowie die Arbeit mit (apparativen) Hilfsmitteln.<br \/>\nEine der wichtigsten Aufgaben ist dabei, dass unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler lernen, mit ihrer Sehsch\u00e4digung umzugehen, sie evtl. zu kompensieren und das vorhandene Potential besser zu nutzen. Dies kann erheblich dazu beitragen, die Selbst\u00e4ndigkeit und das Selbstvertrauen zu st\u00e4rken.<br \/>\nEin weiterer bedeutsamer Bestandteil bei der Arbeit mit sehgesch\u00e4digten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ist es, die Lernumwelt so zu gestalten, dass sich die Heranwachsenden gut bzw. besser in dieser (vorrangig ihr Klassenraum und Fachr\u00e4ume) orientieren k\u00f6nnen. Das Unterrichtsmaterial wird ganz individuell auf die spezifischen Bed\u00fcrfnisse (z.B. durch akustische Merkmale, besondere Schriftgr\u00f6\u00dfen oder kontrastreiche Materialien) abgestimmt.<br \/>\nIm Jahr 2004 ist ein \u201eSehrestf\u00f6rderraum\u201c an der MBS eingerichtet worden, der seitdem rege genutzt wird. Dieser Raum (der vom Boden, \u00fcber die W\u00e4nde bis hin zur Decke komplett schwarz gehalten ist und eine Verdunkelungsjalousie aufweist) ist mit unterschiedlichen Lichtquellen (u.a. Lichtschl\u00e4uche, Minilichts\u00e4ule, Schwarzlichtlampe) und speziellen Ger\u00e4ten (z.B. Lightbox, Spiegeltunnel, Action-Jumper und Lichttonboden) ausgestattet, so dass das restliche Sehverm\u00f6gen optimal genutzt, verbessert oder gegebenenfalls auf bestimmte Merkmale fokussiert werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.5. Bewegungs- und Mobilit\u00e4tserziehung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.5.1. Profil<\/strong><br \/>\nSport spielt f\u00fcr viele unserer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bereits aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden eine besondere Rolle und wird an der MBS daher besonders intensiv gepflegt. Neben dem Sportunterricht auf Klassenebene \u2013 oft auch auf der Ebene von zwei kooperierenden Klassen \u2013 setzen wir auf klassen\u00fcbergreifende Sportkurse, um den Neigungen, F\u00e4higkeiten und Talenten unserer Sch\u00fclerschaft Rechnung zu tragen. Mit unseren Mannschaften und Kursen streben wir die Teilhabe an uns entsprechenden Wettbewerben an. F\u00fcr die Organisation zeichnen sich Beauftragte des Kollegiums verantwortlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.5.2. Spezielle Angebote<\/strong><br \/>\nFu\u00dfball-AG: Ende der 90er Jahre wurde die Schulmannschaft der MBS gegr\u00fcndet, um dem Bewegungsdrang der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler entgegenzukommen. Gerne spielten sie Fu\u00dfball, konnten aber nicht altersgem\u00e4\u00df selbst organisiert spielen. Mittlerweile ist die Schulmannschaft \u2013 der FC Martin Buber \u2013 fester Bestandteil des Schullebens. Allj\u00e4hrlicher H\u00f6hepunkt unseres Fu\u00dfball-Lebens ist ein von den Schulen mit dem F\u00f6rderschwerpunkt geistige Entwicklung in Hessen ins Leben gerufenes Turnier zur Hessenmeisterschaft sowie zahlreiche Freundschaftsspiele und kleinere Turniere.<br \/>\nAktuell trainieren in unserer Halle und der Sporthalle der Willy-Brandt-Schule drei Mannschaften: Die \u201eMinis\u201c, die \u201eTalentgruppe\u201c und die \u201eTurniergruppe\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Training werden taktisches Verst\u00e4ndnis (also abstraktes Denken), Motorik und das Sozialverhalten in einem motivierenden Zusammenhang gleichberechtigt gef\u00f6rdert. Soziales Lernen, sowie das Ertragen von Frustration oder auch das Unterordnen eigener Bed\u00fcrfnisse im Sinne der Mannschaft sind enorm wichtige Erfahrungen gerade f\u00fcr junge Heranwachsende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Speed\/Sportstacking: Sportstacking, auf Deutsch \u201eBecherstapeln\u201c ist eine neue Sportart aus den USA. Mit 12 speziellen Plastikbechern, den Speed Stacks, werden m\u00f6glichst schnell vorgegebene Muster auf- und wieder abgestapelt. In den letzten Jahren hat sich dieser Sport weltweit verbreitet, auch in Deutschland gibt es Wettbewerbe und Meisterschaften. Das f\u00fcr unsere Sch\u00fcler entscheidende Kriterium f\u00fcr diese Sportart ist, dass sie einfach Spa\u00df macht. Dar\u00fcber hinaus f\u00f6rdert sie aber, wie inzwischen eindeutig belegt ist, f\u00fcr den schulischen Lernerfolg entscheidende Kompetenzen. Insbesondere die Hand-Auge-Koordination, die Motorik und Geschicklichkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Beidh\u00e4ndigkeit profitieren vom Sportstacking. Sportstacking mit Speed Stacks aktiviert durch das abwechselnde Arbeiten mit linker und rechter Hand und das \u00dcberkreuzen der Gesichtsmitte ebenso beide Gehirnh\u00e4lften. Es werden neue Verkn\u00fcpfungen, neue \u201eNervenstra\u00dfen\u201c gebaut, die auch beim Erlernen ganz anderer Inhalte und Fertigkeiten n\u00fctzlich sind. 2010 haben unsere Speed-Stacker bei den Deutschen Meisterschaften in der Kategorie \u201eSpecial Stacker\u201c viele Preise errungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwimmen: Die Klassen der Grundstufe gehen w\u00f6chentlich einmal im hauseigenen Bewegungsbad Schwimmen. Im Vordergrund steht hier oftmals noch die Wassergew\u00f6hnung sowie die F\u00f6rderung von Kompetenzen, die sich beim Schwimmengehen besonders gut f\u00f6rdern lassen: Selbstst\u00e4ndigkeit im An- und Ausziehen, beim Duschen, Verl\u00e4sslichkeit bei der Befolgung elementarer Sicherheitsregeln u.a.m. Kinder, die hier sicher sind, bekommen ein differenziertes Angebot zum Erlernen des (Brust-) Schwimmens und des Tauchens.<br \/>\nDie Klassen der Mittel- sowie der Haupt- und Berufsorientierungsstufe fahren stufenintern ebenfalls w\u00f6chentlich zum Schwimmunterricht nach Pohlheim. Sobald sie soweit sind, legen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler Pr\u00fcfungen f\u00fcr die Schwimmabzeichen ab. Eine festgelegte Kursdifferenzierung erm\u00f6glicht jedem Sch\u00fcler und jeder Sch\u00fclerin einen Lernzuwachs auf seinem Niveau. F\u00fcr die guten Schwimmer f\u00fchren wir schulintern Wettbewerbe durch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fahrradfreundliche Schule: In allen Stufen werden durch Wahrnehmungs- und Bewegungserziehung im Sportunterricht Grundlagen zur Technik des Radfahrens vorbereitet, ebenso wie durch Rollerfahren oder Dreiradfahren.<br \/>\nDas Gel\u00e4nde der MBS ist so angelegt, dass die Rad- und Rollerfahrer gute Trainingsm\u00f6glichkeiten haben. Regelm\u00e4\u00dfig nehmen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ab der Mittelstufe auf dem Verkehrs\u00fcbungsplatz Gie\u00dfen an dem \u00dcbungsprogramm zum<br \/>\nFahrradf\u00fchrerschein der Polizei teil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Joga\/Entspannung: In den letzten Jahren haben sich Entspannungsverfahren auch im schulischen Kontext zu einer festen Gr\u00f6\u00dfe entwickelt. Sie gelten als M\u00f6glichkeit, Kinder und Jugendliche, die in einer reiz\u00fcberfluteten Welt aufwachsen, zu Ruhe und Konzentration zu f\u00fchren. Sie sind genauso Teil einer pr\u00e4ventiven Gesundheitserziehung wie Interventionsmethoden bei Verhaltensproblemen. An der MBS werden Entspannungsverfahren vielfach in den Klassen, aber auch klassen\u00fcbergreifend im Rahmen der AG\u2019s der HBOS praktiziert. Dabei konzentrieren wir uns auf direkt am K\u00f6rper ansetzende Verfahren und sparen aufgrund der religi\u00f6sen Vielfalt an unserer Schule solche Methoden aus, die eng an bestimmte Glaubenskonzepte gebunden sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Cheerleader-AG: Im Schuljahr 2006\/07 wurde an der MBS die erste eigene Cheerleader-Gruppe einer Schule f\u00fcr geistige Entwicklung gegr\u00fcndet. Elemente des Bereichs Sport und Akrobatik kommen bei uns nicht so stark zum Tragen. Unsere Schwerpunkte liegen prim\u00e4r in einfachen Tanzschritten und Showelementen, die wir zu aktueller Musik kombinieren und einstudieren. Das Cheerleader-Training findet einmal w\u00f6chentlich im Rahmen der AG-Veranstaltungen statt. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden pr\u00e4sentieren wir unsere Choreografien bei unterschiedlichen Schulveranstaltungen (Weihnachtsdisco, Faschingsfete, Fu\u00dfballveranstaltungen, Entlassfeier\u2026) und sind seit 2012 beim Hessentag mit einer kleinen Tanzeinlage vertreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.6. Kulturelle Erziehung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.6.1. Profil<\/strong><br \/>\nIm Einklang mit den Empfehlungen f\u00fcr den Unterricht an Schulen f\u00fcr geistige Entwicklung in Hessen halten wir an der MBS eine kulturelle und musische F\u00f6rderung f\u00fcr sehr wichtig und arbeiten aktuell an einer st\u00e4rkeren Akzentuierung dieses Lernbereichs. Neben den vielen musikalischen und k\u00fcnstlerischen Projekten auf Klassenebene setzt sich unser aktuelles klassen\u00fcbergreifendes Angebot zur F\u00f6rderung im kulturellen Bereich aus folgenden Komponenten zusammen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.6.2. Formen kultureller Erziehung an der MBS<\/strong><br \/>\nKulturelle Erziehung auf Klassenebene<br \/>\nIn allen Klassen wird im Rahmen des Gesamtunterrichtes Musik und Kunst unterrichtet. In vielen F\u00e4llen kommt auch das T\u00f6pfern hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Projekt- und Themenwochen der Stufen<br \/>\nAuf den Stufenebenen finden regelm\u00e4\u00dfige Projekt- und Themenwochen statt, die stets musikalische, k\u00fcnstlerische und t\u00e4nzerische Schwerpunkte ausbilden.<br \/>\nWechselnde Kulturelle Angebote auf der Ebene der Stufen<br \/>\nDen wechselnden Bedarfen angepasst bieten die Schulstufen stets eine Vielzahl musikalischer und kultureller Gruppen in Form von AGs an. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel eine Rhythmikgruppen, Band- und Chorprojekte, Zirkusgruppen und Kunst-AG\u2019s. In vielen F\u00e4llen entstehen aus solchen Gruppen Beitr\u00e4ge zu Ausstellungen, M\u00e4rkten usw.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Feste Gruppen<br \/>\nFest zu unserem Schulleben geh\u00f6rt seit vielen Jahren eine Arbeitsgemeinschaft Theater\/ Darstellendes Spiel. Diese Gruppe formiert sich jedes Schuljahr neu, da sie zum Wahlangebot der Mittelstufe geh\u00f6rt. Das Darstellende Spiel ist eine wunderbare M\u00f6glichkeit, kreativ- spielerisch ganzheitlich zu lernen. Es f\u00f6rdert die Integrationsprozesse und die Teamf\u00e4higkeit einer Gruppe, gibt den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern die M\u00f6glichkeit sich selbst auszuprobieren, sich mit Menschen, sozialen Regeln und ausgew\u00e4hlten Themen auseinander zu setzten.<br \/>\nDas Darstellende Spiel bietet weiterhin eine von sich aus motivierende M\u00f6glichkeit, Sprach- und Handlungsr\u00e4ume zu schaffen, ganz im Sinne einer ganzheitlich orientierten F\u00f6rderung in der Sprache, Bewegung, Kognition, Wahrnehmung und Emotion zusammenwirken.<br \/>\nZiel ist hier die Freude am Spiel- nicht immer das Hinarbeiten auf eine gro\u00dfe Auff\u00fchrung, welche aber hin und wieder gerne am Ende eines Schuljahres als H\u00f6hepunkt f\u00fcr die Teilnehmer und die Schulgemeinde stattfindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem Schuljahr 2012\/13 haben wir mit dem Aufbau des \u201eBuber-Chores\u201c begonnen. Das Chorprojekt begann als AG der HBOS, die Ausweitung auf interessierte Mitglieder der Mittelstufe begann im zweiten Halbjahr. Aktuell ist der \u201eBuber-Chor\u201c ein Angebot f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Mittel- und Hauptstufe, welches einmal pro Woche stattfindet.<br \/>\nBei unserem Chorangebot steht die Vermittlung von Freunde an Musik im Vordergrund. Es geht um die Schulung von Sprachkompetenzen durch das Singen sowie darum, die Konzentration zu f\u00f6rdern. Auch ist es Ziel, das K\u00f6rpergef\u00fchl der jungen Menschen zu st\u00e4rken und ein Gemeinschaftsgef\u00fchl zu entwickeln. Der Chor dient der St\u00e4rkung der Identifizierung mit der Schule und bereichert den Schulalltag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit unserem R\u00fcckzug in das neu renovierte Geb\u00e4ude ist unsere Schule als Gestaltungsraum stark in unser Blickfeld ger\u00fcckt. Unser Ziel ist es, dass die gesamte Schulgemeinde dazu beitr\u00e4gt, das Schulgeb\u00e4ude sowie deren Au\u00dfengel\u00e4nde zu einem \u00e4sthetisch ansprechenden Lernumfeld zu gestalten. Um dies zu realisieren veranstalten wir Projekte, die alle Klassen ansprechen. Das erste Projekt, \u201edie sch\u00f6nste S\u00e4ule der MBS\u201c ist bereits abgeschlossen und hat dazu gef\u00fchrt, dass die S\u00e4ulen des Erd- und Obergeschosses von den teilnehmenden Klassen in liebevoller und ansprechender Weise gestaltet wurden. Im Fachunterricht und WPU Textiles Werken werden von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Stoffblumen verschiedener Gr\u00f6\u00dfen und Filzherzen gestaltet und gen\u00e4ht, um die S\u00e4ulen der Aula bei Festen, der Einschulung, den Verabschiedungen und anderen feierlichen Anl\u00e4ssen zu schm\u00fccken. J\u00e4hrlich sollen weitere Projekte folgen.<br \/>\nGerade im Bereich \u00e4sthetische Erziehung beteiligen sich unsere Klassen gerne und erfolgreich an Wettbewerben und Ausstellungen (wie j\u00fcngst z.B. im Mathematikum oder zur Landesgartenschau).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Schuljahr 2012\/13 haben wir damit begonnen, Externe anzuwerben, die unseren Sch\u00fclern kulturelle Erfahrungen durch Veranstaltungen vermitteln k\u00f6nnen. Zum Zeitpunkt der Entstehung des Schulprogrammes konnte mit der geplanten Reihe \u201eLesungen auf der roten Couch\u201c begonnen werden. Dabei handelt es sich um Vorlesestunden, in denen prominente Personen in der Sch\u00fclerb\u00fccherei (und auf dem dort befindlichen roten Sofa) aus Kinderb\u00fcchern vorlesen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.7. Religi\u00f6se Erziehung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.7.1. Profil<\/strong><br \/>\nDie MBS ist eine Schule der Vielfalt, auch bezogen auf die kulturellen und religi\u00f6sen Hintergr\u00fcnde unserer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Unverzichtbar ist f\u00fcr uns vertieftes Wissen um die Wert- und Glaubenssysteme, die in den Elternh\u00e4usern unserer Kinder vertreten werden sowie der Respekt vor denselben.<br \/>\nLetzterer dr\u00fcckt sich in der Praxis zum Beispiel darin aus, dass wir die hohen Feiertage aller Religionen ber\u00fccksichtigen und streng darauf achten, dass unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die f\u00fcr ihre Religion g\u00fcltigen Speise- oder Verhaltensnormen einhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.7.2. Besondere Angebote<\/strong><br \/>\nTraditionell hat die Martin-Buber-Schule ein evangelisch gepr\u00e4gtes Einzugsgebiet. Vor diesem Hintergrund besteht eine besonders enge Verbindung mit der Behindertenseelsorge der evangelischen Kirche der Universit\u00e4tsstadt Gie\u00dfen sowie der Petrusgemeinde. Herr Pfarrer Gissel, der f\u00fcr die Behindertenseelsorge leitende Pfarrer, unterrichtet die Konfirmanden der Mittelstufe und f\u00fchrt sie zur Konfirmation. Dar\u00fcber hinaus bietet er f\u00fcr alle Interessierte zu Schuljahresbeginn und Weihnachten Gottesdienste an, die auf unsere Sch\u00fclerschaft abgestimmt sind und ist ein verl\u00e4sslicher Ansprechpartner f\u00fcr alle religi\u00f6sen Fragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.8. Medienerziehung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.8.1. Profil<\/strong><br \/>\nUnserer Medienerziehung liegt ein Medienkonzept zugrunde, das im Februar 2011 von der Gesamtkonferenz verabschiedet wurde. Darin begr\u00fcnden wir unseren Ansatz zur Medienerziehung, der zusammenfassend betrachtet auf drei S\u00e4ulen fu\u00dft:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Einsatz des Computers im Unterricht<br \/>\nPC\u2019s stehen unseren Sch\u00fclern in jedem Klassenraum sowie im zentralen Computerraum zur Verf\u00fcgung. Dar\u00fcber hinaus stehen f\u00fcr Arbeiten in der Gruppe interaktive Whiteboards zur Verf\u00fcgung sowie weitere festinstallierte Activeboards in insgesamt vier Klassenr\u00e4umen. Diese mediale Ausstattung dient einerseits dazu, dass Kinder heute selbstverst\u00e4ndliche Kompetenzen im Umgang mit dem Computer erwerben. Andererseits sind PC-Programme aber auch bew\u00e4hrte Helfer zur Vermittlung und Festigung von Unterrichtsinhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Medieneinsatz im Sehrestf\u00f6rderraum<br \/>\nIm Rahmen der Sehrestf\u00f6rderung kommen insbesondere die Lightbox, Medien zur Bildbetrachtung vor akzentuierten Hintergr\u00fcnden sowie verschiedene Leucht- und Lichtquellen zum Einsatz (vgl. Punkt 9.2).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Medieneinsatz im Bereich der Unterst\u00fctzten Kommunikation<br \/>\nDie im Bereich der UK eingesetzten Medien variieren fortlaufend mit der Ver\u00e4nderung unserer Sch\u00fclerklientel. Sie alle haben das Ziel, Kindern mit Kommunikationsschwierigkeiten den Austausch mit ihrer Umwelt und das selbstbestimmte Eingreifen in die Umwelt zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.9. Tiergest\u00fctzte P\u00e4dagogik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.9.1. Profil<\/strong><br \/>\nSeit Levinson in den 60er Jahren die positiven Auswirkungen von Tieren auf Kinder mit Verhaltensproblemen entdeckte, hat sich nicht nur die tiergest\u00fctzte Therapie, sondern auch eine tiergest\u00fctzte P\u00e4dagogik nach und nach etabliert.<br \/>\nVon den vielf\u00e4ltigen Inhalten einer tiergest\u00fctzten P\u00e4dagogik ist uns besonders wichtig, dass die Anwesenheit von Tieren und die Arbeit mit Tieren Kinder mit sozial-emotionalen Problemen entlasten k\u00f6nnen. Die Begegnung mit tr\u00e4gt dazu bei, Verantwortung zu \u00fcbernehmen und das eigene Sozialverhalten genauer zu beobachten und zu schulen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Tiere bei der Bewegungs- und Umwelterziehung sehr hilfreich sein. Schlie\u00dflich sind allt\u00e4gliche und im Umfeld allgegenw\u00e4rtige Tiere (wie Hunde) ein wichtiger Unterrichtsinhalt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.9.2. Unser Therapiehund Paula<\/strong><br \/>\nSeit 2012 \u201earbeitet\u201c Paula, eine schwarze Neufundl\u00e4nder-H\u00fcndin, nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung des Schulamtes an unserer Schule. Begleitet von einer Kollegin ist Paula (aktuell vorwiegend in der BOSStufe) regelm\u00e4\u00dfig in der Schule pr\u00e4sent und realisiert mit ihrem \u201eFrauchen\u201c nach Absprache Begegnungen und Projekte in den Klassen. Unter anderem werden Sch\u00fclerInnen darin gef\u00f6rdert, den richtigen Umgang mit Paula kennenzulernen. Am Ende dieses Auseinandersetzungsprozesses steht dann der \u201eHundef\u00fchrerschein\u201c.<br \/>\nPaulas Pr\u00e4senz wird von unseren Sch\u00fclerInnen \u00fcberaus positiv aufgenommen.<br \/>\nIhre Mutterschaft und schlie\u00dflich die Geburt ihrer Welpen war \u00fcber Wochen ein wichtiges Thema, mittlerweile ist punktuell auch ihr Nachwuchs in der MBS pr\u00e4sent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.9.3. Reitprojekte<\/strong><br \/>\nSeit vielen Jahren pflegen wir Kontakte zu einem Reitstall der Umgebung, der therapeutisches Reiten anbietet. Reitfahrten fanden statt, wenn von Seiten der Sch\u00fcler und Eltern Interesse bestand und die Ma\u00dfnahme f\u00fcr die F\u00f6rderung der Sch\u00fclerInnen als wichtig eingestuft wurde. Die Finanzierung erfolgte durch Beitr\u00e4ge der Eltern und Unterst\u00fctzung des F\u00f6rdervereins.<br \/>\nAktuell realisieren wir Reiten unter Mithilfe einer selbst ausgebildeten<br \/>\nLehrkraft als Projekt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9.9.4. Pflege und Versorgung von Schultieren<\/strong><br \/>\nAktuell werden, mit Unterst\u00fctzung eines fachkundigen Erziehers, in der Schule Fische als Schultiere gepflegt. Diese Dienste werden von den Sch\u00fclerInnen sehr gerne angenommen und tragen zur F\u00f6rderung der Verantwortung und Erweiterung der Sachkompetenz im Umgang mit Tieren bei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>10. Unser F\u00f6rderverein<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Lebenswelt von Kindern, auch die unserer Sch\u00fcler, \u00e4ndert sich fortlaufend. Gerade f\u00fcr eine lebenspraktisch ausgerichtete Schule ist es wichtig, dynamisch auf Ver\u00e4nderungen reagieren zu k\u00f6nnen. Eine solche Flexibilit\u00e4t erm\u00f6glicht uns unser F\u00f6rderverein, der Verein zur F\u00f6rderung der Martin-Buber-Sch\u00fcler, der am 18.11.1982 gegr\u00fcndet wurde. Wie bereits der Name ausdr\u00fcckt, sieht sich der Verein den Sch\u00fclern in allen ihren Lebensbez\u00fcgen, nicht allein der Schule als Institution verpflichtet. Der gemeinn\u00fctzige Verein lebt von den Mitgliedschaften, Mitgliedsbeitr\u00e4gen, den Aktivit\u00e4ten der Schulgemeinde und Spenden, unterh\u00e4lt unsere beiden Busse und tr\u00e4gt durch Spenden f\u00fcr Anschaffungen, Subventionierungen von Klassenfahrten f\u00fcr einzelne Sch\u00fcler und vieles mehr zur Verbesserung der Situation unserer Sch\u00fcler und unserer schulischer M\u00f6glichkeiten bei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>11. Die Martin-Buber-Schule als Ausbildungsschule<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>11.1. Aktueller Stand<\/strong><br \/>\nDie Martin-Buber-Schule ist eine stark frequentierte Ausbildungsschule. Bis zu acht Lehrkr\u00e4fte im Vorbereitungsdienst werden an unserer Schule auf das zweite Staatsexamen vorbereitet. Als einzige Schule mit dem F\u00f6rderschwerpunkt geistige Entwicklung in der Universit\u00e4tsstadt Gie\u00dfen sind wir ein sehr begehrter Praktikumsort f\u00fcr Studierende des Lehramts an F\u00f6rderschulen und der BAStudieng\u00e4nge Integrationsp\u00e4dagogik. Die Erzieherfachschulen in Gie\u00dfen und Umgebung schicken uns Praktikantinnen und Praktikanten, die die Sozialassistenz- oder Erzieherlaufbahn anstreben. Insbesondere von der Deutschen Angestellten-Akademie kommen Auszubildende zum Heilerziehungspfleger bzw. zur Heilerziehungspflegerin zu uns.<br \/>\nDie Lehramtsanw\u00e4rter und -anw\u00e4rterinnen werden in ihren 21 Monaten an unserer Schule durch Mentorinnen bzw. Mentoren betreut. F\u00fcr die \u00fcbrigen Praktikantinnen und Praktikanten stehen eine zur Praktikumsbeauftragten bestellte Kollegin sowie die jeweiligen Klassenteams, in denen die Personen eingesetzt sind, als verl\u00e4ssliche Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nAu\u00dferhalb der Schule sind einige unserer Kolleginnen und Kollegen in der<br \/>\nAusbildung (zum Beispiel von Studierenden des Lehramts an F\u00f6rderschulen), der<br \/>\nFort- und Weiterbildung (zum Beispiel von Erziehern und Erzieherinnen oder<br \/>\nLehrern und Lehrerinnen) engagiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>12. Kooperationspartner<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Institutionen, mit denen wir regelm\u00e4\u00dfig kooperieren, sind:<br \/>\n\u2022 die Lebenshilfe Gie\u00dfen (Werkstatt Lollar (WeLo), die Limeswerkstatt, das Kompetenzzentrum Berufliche Bildung (Kobbi), Integ-Mechanik, Wohnst\u00e4tten, Fr\u00fchf\u00f6rderstelle, UK-Beratungsstelle,<br \/>\n\u2022 die Schottener Sozialen Dienste (Kinderheim Langg\u00f6ns, Werkst\u00e4tten in Gr\u00fcnberg, M\u00fccke und Schotten, Wohnst\u00e4tten etc.)<br \/>\n\u2022 das Hofgut Friedelhausen<br \/>\n\u2022 der Integrationsfachdienst (IFD)<br \/>\n\u2022 der Landeswohlfahrtsverband (LWV)<br \/>\n\u2022 die GIAG \u2013 Arbeitsagentur Gie\u00dfen<br \/>\n\u2022 die Universit\u00e4t Gie\u00dfen (insbesondere FB Heil- und Sonderp\u00e4dagogik sowie (Sonderp\u00e4dagogische) Psychologie)<br \/>\n\u2022 die Willy-Brandt-Schule Gie\u00dfen<br \/>\n\u2022 die Alicenschule Gie\u00dfen<br \/>\n\u2022 das Pflegeheim St. Anna<br \/>\n\u2022 verschiedene KiTas in Stadt und Landkreis Gie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>13. Literatur:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Richtlinien f\u00fcr den Unterricht und Erziehung im F\u00f6rderschwerpunkt geistige Entwicklung vom 24.1.2013.<br \/>\nRichtlinien f\u00fcr den Unterricht in der Schule f\u00fcr Praktisch Bildbare (Sonderschule) vom 21. November 1983. Wiesbaden 1983.<br \/>\nGeistige Behinderung 4\/05<br \/>\nBayerisches Staatsministerium f\u00fcr Unterricht und Kultus (Hg.), Lehrplan f\u00fcr den F\u00f6rderschwerpunkt geistige Entwicklung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>14. Perspektiven der Weiterentwicklung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>14.1. Profil<\/strong><br \/>\nDie Perspektiven der Weiterbildung verstehen sich als Bestandteil des Schulprogrammes, das aktuelle Entwicklungsvorhaben abbildet. Die Bearbeitung der Perspektiven soll j\u00e4hrlich zu Beginn eines Schuljahres (bis vor den Herbstferien) in der Gesamtkonferenz evaluiert werden. Zu diesem Zeitpunkt sollen auch neue Perspektiven benannt werden. Insofern wird Punkt 14.2. j\u00e4hrlich, der \u00fcbrige Text des Schulprogrammes nur bei Bedarf (Veraltung) ver\u00e4ndert. Zu den benannten Perspektiven werden durch die verantwortlichen Steuerungsgruppen konkrete Handlungs- und Evaluationspl\u00e4ne erarbeitet, die Erg\u00e4nzung, aber nicht Bestandteil des Schulprogrammes sind.<br \/>\nDie ver\u00f6ffentlichte Form des Schulprogrammes (zur Information der Eltern) spart vor diesem Hintergrund den Punkt 14.2. aus. Interessierte Eltern k\u00f6nnen die jeweils aktuellen Perspektiven gerne bei der Schulleitung erfragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>14.2. Perspektiven im Schuljahr 2013\/14<\/strong><br \/>\n\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier zum Download der pdf-Datei Schulprogramm der Martin-Buber-Schule Gie\u00dfen in der Fassung vom 2.4.2014 (Verabschiedung in der Gesamtkonferenz) bzw. 14.5. (Verabschiedung in der Schulkonferenz) Inhalt 0.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vorwort und Leitgedanken 1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler 1.1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unsere Zielgruppe 1.2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aufnahme und &hellip; <a href=\"https:\/\/mbs-giessen.de\/?page_id=33\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mbs-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/33"}],"collection":[{"href":"https:\/\/mbs-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/mbs-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mbs-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mbs-giessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33"}],"version-history":[{"count":40,"href":"https:\/\/mbs-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/33\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":159,"href":"https:\/\/mbs-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/33\/revisions\/159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mbs-giessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}